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Waking Life

Philosophischer Trickfilm

Kinostart: 4.7.2002 | Jörg Buttgereit | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Der amerikanische Filmemacher Richard Linklater hat den ersten philosophischen Trickfilm gedreht. Mit Schauspielern wie Wiley Wiggins, Ethan Hawke und Julie Delpy hat er in nur 25 Tagen einen "normalen" Film auf Video gedreht und diesen dann am Computer digital "übermalen" lassen. Das Resultat ist verblüffend.

Episodenhaft versuchen gezeichnete Schauspieler in Farben schwimmend ihre Existenz begreifbar zu machen. Eine Figur bringt es auf den Punkt: "Es gibt keine Story, ... nur Leute ... Gesten ... Momente ... Bruchstücke. Flüchtige Gefühle. Kurz: Die größte Geschichte, die je erzählt wurde." Und doch gibt es in diesem Erwachsenencomic eine namenlose männliche Hauptfigur, die erkennen muss, dass sie in einem Traum gefangen ist. Dieser junge Mann ist auf der Suche nach der Realität und hört sich andauernd philosophische Monologe über Existenzialismus, das Chaos, die Evolution oder Reinkarnation an. Da raucht nicht nur dem Schlafwandler der animierte Kopf. Das ist auch für den Zuschauer auf Dauer etwas anstrengend. Aber auch schön. Schön anstrengend. Und wenn man dabei einschläft, rückt man im Dämmerzustand ein Stück naher an das Wesen des Films heran.
Jörg Buttgereit

(Waking Life) Animationsfilm, USA 2000, Buch und Regie: Richard Linklater, mit Wiley Wiggins, Lorelei Linklater, Richard Linklater, Ethan Hawke, Julie Delpy, Stephen Soderbergh u. a., Kinostart: 4. Juli 2002 bei Fox

Foto: Verleih



www.wakinglife.com
Website zum Film (englisch)
www.flatblackfilms.com
Mehr Infos zur Rotoscope-Technik
www.natespace.com/wakinglife/
Die "Waking Life"-Künstler
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database




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