Abendland

"Ein langes, trauriges Lied"

Kinostart: 13.6.2002 | Ingrid Arnold | Kommentar schreiben | Artikel drucken
"'Abendland' ist ein langes, trauriges Lied. Gleich einem portugiesischen Fado oder einem Tango, in Bilder verwandelt, erzählt er vom Leben in Einsamkeit, von der Armut, von der Vergeblichkeit der Liebe und von der Sehnsucht nach Erlösung.
Leni, Büglerin in einer Wäscherei, und Anton, den die Arbeitslosigkeit und das Misstrauen gegen ihre Liebe an den Rand des Abgrunds geworfen hat, begeben sich, von einander getrennt, auf eine Reise durch die Nacht. Ihr verzweifeltes Aufbegehren gegen ein barbarisches Leben und ihr Kampf um die Möglichkeit des Liebens verwebt sie mit den Schicksalen verschiedener Menschen, bis sie mit einer Gewissheit im Herzen, die ihnen vorher unbekannt war, einander wieder gegenüberstehen.
Der Film spricht von der Liebe, nicht wenn sie beginnt, wo sie noch illusionär ist und voller Träume, sondern wenn sie davor steht zu enden, wenn sie begonnen hat, wesentlich zu werden, und dazu auffordert, um sie zu kämpfen."

Soweit die Verleihwerbung. Wer schon mal einen Film des Berliner Regisseurs Fred Kelemen ("Verhängnis", "Frost") gesehen hat, weiß, was auf ihn zukommt: kunstwillig erzählte Düsterkeit in schönen Bildern. Was man von den Dialogen hält muss man selbst entscheiden: Bleiern und banal werden die beiden hervorragenden Hauptdarsteller gezwungen, ihre Gefühle zu interpretieren. Trotzdem ist es Fred Kelemen hoch anzurechnen, dass er sein Ding durchzieht - und damit immer noch Interessanteres schafft als viele andere Filmemacher hierzulande.
Ingrid Arnold (Pressetext: Pegasos)

Deutschland/Portugal 1998/1999, Buch und Regie: Fred Kelemen, mit Verena Jasch, Wolfgang Michael, Adolfo Assor, Thomas Baumann, Isa Hochgerner, Urs Remond, Daniela Roque-Magalhaes, Kinostart: 13. Juni 2002 bei Pegasos

Foto: Verleih


www.pegasosfilm.de
Website des Verleihs (im Umbau)
www.imdb.de
Mehr über den Film in der Internet Movie Database
www.movieline.de
Mehr über den Film bei MovieLine




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