Hannas Reise

Selbstfindung in Israel

Kinostart: 23.1.2014 | Melanie Dorda | Kommentar schreiben | Artikel drucken
Hanna hat ihr Leben durchgeplant: Nach dem Studium folgt die Managementkarriere. Lästig nur, dass sie dafür soziale Kompetenzen nachweisen muss. Zwar leitet Hannas Mutter die Organisation "Aktion Friedensdienste", doch statt ihr einfach eine Bescheinigung auszustellen, besorgt sie Hanna ein ehrenamtliches Praktikum in einem Behindertendorf in Tel Aviv. Wütend fährt Hanna hin und trifft auf "Wiedergutmachungsdeutsche", Holocaust-Überlebende und einen jungen Israeli, der sie so nervt, dass sie glatt Herzklopfen bekommt – und sie stößt auf ein Stück eigene Familiengeschichte.

Betroffenheitstourismus, Holocaust, Nahost-Konflikt, Menschen mit Behinderungen und eine Dreiecksgeschichte – der Film jongliert mit zu vielen Themen und wird doch keinem so ganz gerecht. Gesellschaftskritik bleibt in Ansätzen stecken, dafür sticht der erhobene Zeigefinger deutlich ins Auge. Dabei hätte "Hannas Reise" mit seinen lebendigen Momentaufnahmen vom Alltag in Israel und den sympathischen Hauptfiguren durchaus punkten können. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Hannas Reise, Deutschland, Israel 2013, Regie: Julia von Heinz, Buch: John Quester, Julia von Heinz, mit Karoline Schuch, Max Mauff, Suzanne von Borsody, Lore Richter, Doron Amit u.a., o.A., 100 min, Kinostart: 23. Januar 2014 bei Zorro/FilmAgentinnen



Mehr Infos zu "Hannas Reise"

"Hannas Reise" - die offizielle Filmwebseite
"Hannas Reise" auf filmportal.de
Filminfos in der Internet Movie Database
FilmTipp von Vision Kino

Melanie Dorda

Foto: © Zorro Film/FilmAgentinnen




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