Die Abenteuer des Huck Finn

Es lebe die Freiheit!

Kinostart: 20.12.2012 | Melanie Dorda | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Seitdem Huck Finn und Tom Sawyer den Schatz von Indianer-Joe gefunden haben, ist für Huck alles anders. Seiner Regentonne musste er Lebewohl sagen. Denn jetzt lebt Huck bei der Witwe Douglas und der pingeligen Miss Watson und wird vom Sklaven Jim bedient. Er trägt Anzüge, geht zur Schule – und vermisst täglich sein früheres Leben ohne Verpflichtungen und unter freiem Himmel. Auch Jim sehnt sich nach Freiheit, als er hilflos mit ansehen muss, wie Sklavenhändler seine Frau und sein Kind verkaufen. Als dann auch noch Hucks heruntergekommener Vater in St. Petersburg auftaucht, um seinem Sohn das Vermögen abzuluchsen, und Miss Watson Jim an die Sklavenhändler verkauft, überschlagen sich die Ereignisse. Jim verschwindet, weil er in Ohio, einem Staat ohne Sklaverei, ein Leben als freier Mann aufbauen und seine Familie zu sich holen will. Und Huck entwischt seinem volltrunkenen Vater mit einer List, die alle Welt glauben machen soll, der Alte habe ihn getötet. Doch leider kann der alte Finn den Verdacht auf den geflohenen Jim lenken. Sofort machen sich drei schmierige Sklavenhändler samt Hucks Vater auf die Jagd nach dem Flüchtigen. Inzwischen haben sich Huck und Jim aber zusammengetan und geraten schon bald in große Gefahr.

Hermine Huntgeburth hat Mark Twains legendäre Vorlage in einen Abenteuerfilm in Westernmanier verwandelt. Die warmen Farbtöne lassen dabei echtes Südstaatengefühl aufkommen. Bis in die kleinste Nebenrolle ist das teuer aussehende Abenteuer prominent besetzt mit Schauspielern wie Henry Hübchen, Peter Lohmeyer, Michael Gwisdek oder Hinnerk Schönemann. Vor allem August Diehl als Hucks Vater ist der Spaß an seiner Rolle als übler Bösewicht deutlich anzumerken. Die Spannung des Films ergibt sich vor allem aus Flucht und Verfolgungsjagd und weniger – wie im Buch – aus der Entwicklung Hucks. Doch auch in Huntgeburths Adaption verändert sich seine Einstellung zur Sklaverei und zu Jim im Verlauf ihrer gemeinsamen Zeit. Mit viel Action und noch mehr Klamauk, sympathischen Haupt- und schön fiesen Nebenfiguren ist "Die Abenteuer des Huck Finn" vor allem gut gemachte Unterhaltung.
Melanie Dorda

Die Abenteuer des Huck Finn, Deutschland 2012, Regie: Hermine Huntgeburth, Buch: Sascha Arango nach dem Roman von Marl Twain, mit Leon Seidel, Louis Hofmann, Jacky Ido, August Diehl, Heike Makatsch, Peter Lohmeyer, Michael Gwisdek u.a., ab 6, 99 min, Kinostart: 20. Dezember 2012 bei Majestic

Foto: © Majestic



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