Tony (Faas Wijn) und sein Vater (Jeroen Spitzenberger)
Tony (Faas Wijn) wächst die ersten Jahre seines Lebens glücklich und behütet auf. Kurz vor seinem zehnten Geburtstag trennen sich seine Eltern Gilles (Jeroen Spitzenberger) und Sissy (Rifka Lodeizen) – eine Katastrophe für den Jungen: Der Vater hat sich vom Kranführer mit erfolgreichem Unternehmen zum Minister für Transportwesen hochgearbeitet. Deswegen hat er kaum noch Zeit für seine Familie, dann verliebt er sich auch noch in eine attraktive Mitarbeiterin. Tony beginnt mit allen Mitteln dafür zu kämpfen, dass seine Eltern wieder zusammenkommen.
Der Film der niederländischen Regisseurin Mischa Kamp widmet sich einem für Kinder schwierigen Thema aus der Sicht eines Kindes: der Trennung der geliebten Eltern. Aber Kamp hat einen Weg gewählt, der altersgemäß – bunt und märchenhaft überhöht – und keinesfalls problembehaftet ist. Besonders kleinen Jungs dürfte der Film sehr gefallen: Tony hat eine sehr innige Beziehung zu seinem Vater, sie beide haben "Kranblut" und sind die ganze Zeit mit Baufahrzeugen unterwegs.
Ein "Happy End" im herkömmlichen Sinn gibt es nicht. Vielmehr gehen junge Zuschauer mit der Erkenntnis aus dem Kino, dass sich im Leben Dinge ereignen und Veränderungen stattfinden, deren Konsequenzen nicht mehr rückgängig zu machen sind – dass das aber letztendlich auch gar nicht so schlimm sein muss.
Stefanie Zobl
Tony 10, Niederlande, Deutschland, Belgien 2010, Regie: Mischa Kamp, Buch: Mieke de Jong, mit Faas Wijn, Rifka Lodeizen, Jeroen Spitzenberger, Annet Malherbe u.a., o.A., 85 min, Kinostart: 22. November 2012 bei farbfilm Verleih
Foto: © Victor Arnold
Kommentare
(Anmerkung der Redaktion: Kommentare werden manuell während der Redaktionszeit freigeschaltet.)
Dein Kommentar
Kommentar schreiben
(Anmerkung der Redaktion: Kommentare werden manuell während der Redaktionszeit freigeschaltet.)