Luc Feit und Christian Traeumer (v.l.n.r.)
Nur sehr widerwillig lässt sich der erfolgreiche Anwalt Robert Stern (Eric Roberts) auf seinen neuen Mandanten ein: Der zehnjährige Simon (Christian Traeumer) behauptet nach einer Rückführung unter Hypnose, in einem vorausgegangenen Leben ein Serienmörder gewesen zu sein. Darüber will das unheilbar an einem Hirntumor erkrankte Kind mehr erfahren. Simon führt den Anwalt zu verschiedenen Tatorten, an denen sich tatsächlich die mumifizierten Leichen ermordeter Männer befinden. Stern und Simon geraten in höchste Gefahr, als sie herausfinden, in welchem Zusammenhang die Morde stehen.
Der gleichnamige Bestseller von Sebastian Fitzek ist die Grundlage für den Film. Der Thriller-Autor hat den Film auch produziert und seinen Kumpel Zsolt Bács als Regisseur eingesetzt. Ein sehr ambitioniertes Projekt, bei dem man leider schnell die Orientierung verliert: Zu viele komplexe und komplizierte Erzählstränge überladen die Geschichte, die durchaus spektakulär in Szene gesetzt ist. Die namhaften Schauspieler wie Eric Roberts als gebrochener Charakter Robert Stern oder Ben Becker und Dieter Hallervorden in tragenden Nebenrollen können nicht überzeugen. Allein der neunjährige Darsteller des Simon, Christian Traeumer, scheint zu wissen, was er in der sozialkritisch-surrealen Geschichte tut.
Stefanie Zobl
Das Kind, Deutschland 2012, Regie: Zsolt Bács, Buch: Zsolt Bács, Brian Cordray, Sebastian Fitzek nach dem gleichnamigen Roman von Sebastian Fitzek, mit Eric Roberts, Christian Traeumer, Ben Becker, Luc Feit, Peter Greene, Dieter Hallervorden u.a., ab 16, 118 min, Kinostart: 18. Oktober 2012 bei drei-freunde
Foto: © drei-freunde
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