Die Wand

Allein in der Welt

Kinostart: 11.10.2012 | Stefanie Zobl | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Eine Frau (Martina Gedeck) allein auf einer Jagdhütte mitten in den österreichischen Alpen. Sie befürchtet, wahnsinnig zu werden, gerade hat sie einen großen Verlust erlitten: Ihr einziger Begleiter, der Hund Luchs, ist tot. Sie beginnt, ihre Geschichte aufzuschreiben, solange Stift und Papier reichen. Denn sie ist vollkommen isoliert vom Rest der Welt, durch eine unsichtbare, undurchdringliche Wand, hinter der es kein Leben mehr zu geben scheint. Was da passiert ist, zwei Jahre muss es ungefähr her sein, wird sie wohl nie erfahren. Aber sie macht weiter und kämpft um ihr Überleben.

Vor fast 50 Jahren schrieb die österreichische Schriftstellerin Marlen Haushofer "Die Wand", diesen radikalen, apokalyptischen Roman, in dem die Frau ohne Namen ihre unfassbare Geschichte in Tagebuchform erzählt. Der Regisseur der Verfilmung, Julian Roman Pölsler, hat Haushofers Text in gekürzter Form übernommen und mit eindrucksvollen Naturaufnahmen bebildert. Martina Gedeck füllt die Rolle der in der Natur eingeschlossenen Frau, die sich der Situation und ihren Ängsten stellt, erwartungsgemäß vollkommen aus. Eine umgekehrte Dystopie – die Natur als Bedrohung für das Individuum – die auch durch ihre Zeitlosigkeit nach wie vor beeindruckt und fesselt.
Stefanie Zobl

Die Wand, Österreich, Deutschland 2011, Buch und Regie: Julian Roman Pölsler nach dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer, mit Martina Gedeck, Karl Heinz Hackl, Ulrike Beimpold, Hans-Michael Rehberg, Julia Gschnitzer u.a., ab 12, 108 min, Kinostart: 11. Oktober 2012 bei StudioCanal

Foto: © StudioCanal



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