Mann tut was Mann kann

No Woman, No Cry

Kinostart: 11.10.2012 | Ingrid Beerbaum | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Irgendwann ereilt auch den größten Schwerenöter die große Liebe. So ergeht es Paul Schuberth (Wotan Wilke Möhring), der als erfolgreicher Verlagsmanager das Single-Dasein in vollen Zügen genießt. Um seinem Leben wenigstens etwas Sinn zu geben, bewirbt er sich im Tierheim als Hundesitter. Gleich der erste Ausflug mit seinem neuen beißwütigen Rottweiler-Schützling Fred bringt ihn zu Tierärztin Iris (Jasmin Gerat), in die er sich auf der Stelle verliebt. Allerdings wird sie in zwei Wochen heiraten. Aber damit ist es nicht genug: Innerhalb kürzester Zeit stehen seine besten Kumpel Rat oder Obdach oder beides suchend vor der Tür von Pauls schickem Loft: Kollege und Lebemann Schamski (Jan Josef Liefers) ist wegen einer Affäre mit der Sekretärin von der Frau vor die Tür gesetzt worden, während sein schüchterner Freund Günther (Oliver Korittke) unglücklich in die Kellnerin Iggy (Karoline Schuch) verliebt ist. Und Privatchauffeur Bronko (Fahri Yardim), den Paul wegen Führerscheinentzugs einstellen muss, hat auch so manche Sorgen.

Basierend auf einem Roman von Hans Rath variiert der auf Beziehungskomödien abonnierte Regisseur Marc Rothemund ("Pornorama", "Groupies bleiben nicht zum Frühstück") in "Mann tut was Mann kann" wieder einmal das altbekannte Muster vom Kampf um die große Liebe. Zentrum der Handlung ist dabei Pauls Küche. Gemeinsam ertränken die vier Herren in den besten Jahren dort zunächst ihren Liebeskummer mit dem guten Roten aus dem Weinkeller. Prächtig lässt es sich so bemitleiden, palavern und Schlachtpläne zur Eroberung von Pauls und Günthers jeweiligen Herzdamen schmieden. Nach und nach tauchen in bester Boulevardtheater-Manier die verschiedensten Figuren auf, wie ein paar weise russische Möbelpacker oder Schamskis wenig schamhafte Geliebte, und bringen die Geschehnisse voran. Das ist durchaus witzig, und man schaut über weite Strecken gerne zu, jedoch setzt Rothemund vielleicht zu sehr auf den schönen Wortwitz der Vorlage, was zu Lasten des Tempos geht. Etwas mehr Dynamik hätte der Inszenierung nicht geschadet. Das mit sichtlichem Spaß agierende hochkarätige Schauspielerensemble tröstet aber darüber hinweg. Vor allem Wotan Wilke Möhring schafft es, seiner Figur Paul genügend Tiefe zu geben. Und ja, natürlich, es gibt ein Happy End. Wozu sind Freunde schließlich da?
Ingrid Beerbaum

Mann tut was Mann kann, Deutschland 2012, Regie: Marc Rothemund, Buch: Hans Rath, Marc Rothemund nach dem gleichnamigen Roman von Hans Rath, mit Wotan Wilke Möhring, Jasmin Gerat, Jan Josef Liefers, Fahri Yardim, Oliver Korittke, Karoline Schuch u.a., ab 6, 106 min, Kinostart: 11. Oktober 2012 bei Warner Bros.

Foto: © NFP/Warner Bros. 2012; (Foto Jürgen Olczyk)



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