Sparkle

Der Weg zum Ruhm

Kinostart: 11.10.2012 | Anne Facompré | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Detroit in den 1960er-Jahren: Die junge Sparkle (Jordin Sparks) träumt von einer Karriere als Sängerin. Zusammen mit ihren Schwestern Sister (Carmen Ejogo) und Dee (Tika Sumpter) gründet sie deshalb eine Band, mit der sie schon bald kleine Erfolge feiern kann. Allerdings sind alle Augen immer auf die schöne Sister gerichtet, während Sparkle sich stets mit einem Platz im Hintergrund abfinden muss. Die Mutter (Whitney Houston) der drei Mädchen versucht derweil, ihre Töchter von ihren Plänen abzubringen, kennt sie doch selbst als begabte, aber erfolglose Sängerin die Tücken und Gefahren des Showgeschäfts. Doch jeder Rat stößt auf taube Ohren. Als das Trio ein Angebot des Musikproduzenten Stix (Derek Luke) bekommt, scheint einer großen Karriere nichts mehr im Wege zu stehen. Aber Stix ist längst nicht so freundlich und hilfsbereit, wie er zunächst scheint, und schon bald drohen Eifersucht, Gewalt und Drogenmissbrauch die Familie für immer auseinanderzureißen.

"Sparkle" ist ein Remake des gleichnamigen Musikfilms aus dem Jahre 1976. Ursprünglich war Sängerin Aaliyah für die Titelrolle vorgesehen, doch ihr Tod im Jahr 2001 warf die Produktion um Jahre zurück. Erst in der "American Idol"-Gewinnerin Jordin Sparks glaubte Regisseur Salim Akil einen adäquaten Ersatz gefunden zu haben. Kurz vor der Premiere des Films verstarb dann Whitney Houston, die als Sparkles Mutter ihr Leinwandcomeback feiern wollte. So tragisch der unerwartete Tod der Sängerin auch ist, so ist dieser wahrscheinlich der einzige Grund, warum dem Film überhaupt etwas Aufmerksamkeit geschenkt werden wird.

Denn Salim Akil bietet nichts Neues. Seine Geschichte folgt dem typischen Schema eines jeden Musikfilms: Sparkle hat einen Traum, sie wird vor eventuellen Folgen gewarnt, muss Schicksalsschläge und Niederlagen verkraften und kämpft trotzdem bis zu dem gänzlich voraussehbaren Ende um ihr Ziel. Auch die Probleme, die die Schwestern auf dem Weg dorthin ereilen, sind so klischeebesetzt, wie sie nur sein können. Und wer hofft, noch einmal Whitney Houston auf der Leinwand singen zu sehen, wird auch enttäuscht. Die Sängerin greift nur einmal zum Mikro und liefert eine Gesangseinlage ab, die an ihre Performance in "Bodyguard" (1992) nicht annähernd herankommt.
Anne Facompré

Sparkle, USA 2012, Regie: Salim Akil, Buch: Mara Brock Akil, Howard Rosenman, mit Jordin Sparks, Whitney Houston, Derek Luke, Tika Sumpter, Mike Epps u.a., ab 12, 116 min, Kinostart: 11. Oktober 2012 bei Sony Pictures

Foto: © 2012 Sony Pictures Releasing GmbH



Mehr Infos zu "Sparkle"

"Sparkle" - die offizielle Filmwebseite (englisch)
Die deutsche Webseite zu "Sparkle"
Filminfos in der Internet Movie Database
Mehr Artikel zu "Sparkle" auf filmz.de




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