Gregs Tagebuch: Ich war's nicht!

Ein Sommer in der Hölle

Kinostart: 20.9.2012 | Anne Facompré | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Greg Heffley (Zachary Gordon) freut sich auf die Sommerferien und schmiedet eifrig Pläne für die freie Zeit. Sein Vater (Steve Zahn) hält allerdings wenig von den Ideen seines Sohnes. Seiner Meinung nach sollte Greg sich doch lieber einen Job suchen. Da kommt dem Jungen eine gewitzte Idee und prompt kann er seinen Sommer scheinbar doch mit Faulenzen am Pool mit seinem besten Freund Rowley verbringen. Und dann erscheint auch noch Holly Hills (Peyton List) im selben Country Club. In die ist Greg schon seit geraumer Zeit ziemlich verknallt – sein Leben scheint perfekt, sein Sommer gerettet. Aber zu früh gefreut: Denn prompt taucht sein älterer Bruder Rodrick (Devon Bostick) auf und macht ihm das Leben schwer. Und dass Gregs Badehose verschwindet, ist nur der Anfang des Schlamassels …

Am Anfang war das ja alles noch ganz lustig. Als vor zwei Jahren die erste Verfilmung von Jeff Kinneys Erfolgsbuchreihe "Gregs Tagebuch" in die Kinos kam, war diese ebenso charmant wie amüsant. Hauptdarsteller Zachary Gordon machte sich wirklich gut als mürrischer Junge, der mit Schule, Geschwistern und Klassenkameraden nicht so wirklich viel anfangen kann. Außerdem trugen die äußerst begabte Chloe Grace Moretz und der zum Schreien komische Robert Capron positiv zu dem Film bei.

Moretz' Karriere hat mit Filmen wie "Let Me In" oder "Hugo Cabret" längst größere Züge angenommen, sie ist schon lange nicht mehr in der Greg-Reihe zu sehen. Und Robert Caprons gelungene Darstellung des eigenartigen Rowleys hat mittlerweile auch an Charme verloren. Die Witze sitzen einfach nicht mehr. Am schlimmsten ist jedoch das altbekannte Problem von Kinderfilmserien: Zachary Gordon ist seiner Rolle schlichtweg schneller entwachsen, als das Produktionsteam hinterherkommen konnte. Mittlerweile wirkt er entschieden zu alt für Greg und erste männliche Züge haben den Niedlichkeitsfaktor auch zunichte gemacht.

Junge Zuschauer können vielleicht auch am dritten Teil noch ihren Spaß haben, zumal sie sich mit Problemen rund um die erste Liebe, Geschwisterrivalitäten oder langweiligen Sommerferien durchaus auskennen dürften. Damit ist "Gregs Tagebuch 3: Ich war's nicht!" kein total schlechter Film, aber doch ein gehöriger Abstieg im Vergleich zu den Vorgängern.
Anne Facompré

(Diary Of A Wimpy Kid: Dog Days) USA, Kanada 2012, Regie: David Bowers, Buch: Maya Forbes, Wallace Wolodarsky nach dem Romanen Jeff Kinney, von mit Zachary Gordon, Robert Capron, Devon Bostick, Rachael Harris, Steve Zahn u.a., o.A., 95 min, Kinostart: 20. September 2012 bei 20th Century Fox

Foto: © 2012 20th Century Fox



Mehr Infos zu "Gregs Tagebuch: Ich war's nicht!"

"Diary Of A Wimpy Kid: Dog Days" - die offizielle Filmwebseite (englisch)
Die deutsche Webseite zu "Gregs Tagebuch: Ich war's nicht!"
Filminfos in der Internet Movie Database
Mehr Artikel zu "Gregs Tagebuch: Ich war's nicht!" auf filmz.de
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