Resident Evil: Retribution

Milla in 3D

Kinostart: 20.9.2012 | Christian Horn | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Milla Jovovich in 3D – mit dieser Verheißung warb schon der Trailer zu "Resident Evil: Retribution", dem nunmehr fünften Ableger der erfolgreichen Horror-Actionfilmreihe. Und in der Tat hält sich Regisseur und Drehbuchautor Paul W.S. Anderson mehr denn je an diesen einfachen Slogan. Stärker als die Teile davor konzentriert sich der neueste Auftritt von Milla Jovovich alias Alice auf die optischen Schauwerte und visuellen Vorzüge des Big-Budget-Kinos, während eine klassische Geschichte oder Dramaturgie auf das Allernötigste beschränkt in den Hintergrund rückt.

Nach einem furiosen Auftakt, der unmittelbar an den Vorgänger anknüpft, wechselt die Szenerie von "Resident Evil: Retribution" in ein idyllisches Kleinstadt-Familienszenario, das Alice mit ihrer kleinen Tochter Becky samt Ehemann zeigt. Alsbald stört jedoch eine Zombie-Invasion die Heiterkeit. Ein weiterer Szenenwechsel verfrachtet Alice in einen hell erleuchteten Kerker der gegnerischen Umbrella Corporation. Dank einiger Widerstandskämpfer gelingt Alice die Flucht, doch jetzt fängt der Überlebenskampf erst richtig an: Um aus der Umbrella-Zentrale zu fliehen, müssen Alice und ihre Mitstreiter ganze Horden von Monstern vernichten, auf die sie in Computersimulationen von Tokio, New York und Moskau treffen.

Zwar entfernt sich "Resident Evil: Retribution" wie schon seine direkten Vorgänger von der ursprünglichen Survival-Horror-Anlage der Videospielvorlage, kommt der Dramaturgie und dem Ablauf eines Computerspiels aber sehr nahe. Die einzelnen Großstadt-Simulationen erscheinen wie verschiedene Level, wobei sich der Schwierigkeitsgrad stets erhöht und die Auswahl der Waffen dementsprechend verbessert. Wie üblich trägt Milla Jovovich während der stilsicher inszenierten Actionszenen figurbetonte Outfits und bleibt neben allen Explosionen, Schusswechseln und CGI-Monstern der unangefochtene Eye-Catcher des Films. Die tatkräftige Protagonistin fügt sich wunderbar in den hoch polierten und unterhaltsamen Bilderreigen, der neben vielen Zeitlupen beispielsweise eine rückwärts laufende Actionsequenz bietet. Die mütterlichen Gefühle von Alice für ihre Tochter verschaffen dem Ganzen den Hauch einer emotionale Komponente, doch im Grunde konzentriert sich das erzählerisch ausgeweidete Actionfeuerwerk vor allem auf das Eine: Milla Jovovich in 3D.
Christian Horn

Resident Evil: Retribution, USA, Großbritannien, Großbritannien, Deutschland 2012, Buch & Regie: Paul W.S. Anderson, mit Milla Jovovich, Michelle Rodriguez, Kevin Durand, Sienna Guillory, Shawn Roberts u.a., ab 16, 95 min, Kinostart: 20. September 2012 bei Constantin

Foto: © 2012 Constantin Film Verleih GmbH



Mehr Infos zu "Resident Evil: Retribution"

"Resident Evil: Retribution" - die offizielle Filmwebseite (englisch)
Die deutsche Webseite zu "Resident Evil: Retribution"
"Resident Evil: Retribution" auf filmportal.de
Filminfos in der Internet Movie Database
Mehr Artikel zu "Resident Evil: Retribution" auf filmz.de




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