Step Up 4: Miami Heat in 3D

Häuserkampf anders

Kinostart: 30.8.2012 | Anne Facompré | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Sean (Ryan Guzman) ist Anführer einer Tanzgruppe, die Flashmobs organisiert. Sein Geld verdient er aber als Kellner in einem Luxushotel. Dort trifft er eines Tages Emily (Kathryn McCormick), eine ebenfalls leidenschaftliche Tänzerin, die sich um die Aufnahme an einer renommierten Tanzschule bemüht. Seans Truppe The Mob will dagegen einen Wettbewerb gewinnen, bei dem es um möglichst viele YouTube-Klicks geht, um an einen guten Sponsorenvertrag zu kommen. Doch dann haben sie plötzlich ganz andere Sorgen, denn Emilys Vater, Chef eines Konzerns, will ihr Wohnviertel in Miami abreißen und es einer Luxussanierung unterziehen. Nun droht Tausenden von Anwohnern der Verlust ihres schönen und bezahlbaren Lebensraums und Seans Prioritäten ändern sich. Mit Emilys Hilfe organisiert er einen Flashmob, der auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen und die Meinung von Emilys Vater ändern soll.

Nach "StreetDance 2" legt nun auch die "Step Up"-Reihe nach und bringt ihren mittlerweile vierten Teil ins Kino. In den USA lief der Film unter dem passenderen Titel "Revolution", den man im Deutschen aus unerkennbaren Gründen in "Miami Heat" umbenannt hat. Heiß geht es hier allerdings tatsächlich zu. Vor der Kulisse Miamis tanzen sich die Jungen und Schönen erneut in die Herzen Tanz-interessierter Zuschauer und machen dabei – wie üblich – eine gute Figur. Mit Ausnahme der optischen Werte hat "Step Up: Miami Heat" aber nicht wirklich viel zu bieten und so lässt er sich am Ende kaum von anderen Filmen des Genres unterscheiden. Wie auch in "StreetDance 2", der diesen Sommer in den deutschen Kinos lief, gibt es eine Love Story, ein paar Hindernisse und einen Wettbewerb, der gewonnen werden will. Von athletisch anmutenden jungen Menschen mit ungemeiner Körperbeherrschung ganz zu schweigen. Regisseur Scott Speer versucht zwar, einen politisch motivierten und konsumkritischen Unterton mit einfließen zu lassen, der dürfte von einem Großteil des Publikums aber als überaus nebensächlich erachtet werden.

Der schicke Hauptdarsteller Ryan Guzman, der mit dem Film sein Kinodebüt abliefert und auch als einigermaßen kompetenter Schauspieler herüberkommt, erhofft sich von "Step Up: Miami Heat" womöglich einen ähnlichen Erfolg wie ihn einst Channing Tatum ("Magic Mike") feiern konnte. Dessen Auftritt im ersten "Step Up"-Teil (2006) war nämlich ein gelungenes Sprungbrett für seine mittlerweile beachtliche Hollywoodkarriere. Aber das passiert wohl kein zweites Mal.
Anne Facompré

(Step Up Revolution) USA 2012, Regie: Scott Speer, Buch: Amanda Brody, mit Ryan Guzman, Kathryn McCormick, Misha Gabriel Hamilton, Cleopatra Coleman, Stephen Boss u.a., ab 6, 97 min, Kinostart: 30. August 2012 bei Constantin

Foto: © 2012 Constantin Film Verleih GmbH



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