Was passiert, wenn's passiert ist

Vater, Mutter, Kind

Kinostart: 16.8.2012 | Anne Facompré | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Fitnesstrainerin Jules (Cameron Diaz), ihr Tanzpartner Evan (Matthew Morrisson), die Besitzerin eines Babywaren-Shops Wendy (Elizabeth Banks) und ihr Mann Gary (Ben Falcone), dessen Vater Ramsay (Dennis Quaid) und seine junge Frau Skyler (Brooklyn Decker) sowie Fotografin Holly (Jennifer Lopez) und ihr Mann Alex (Rodrigo Santoro) haben alle eines gemeinsam: Sie bereiten sich auf die Ankunft eines Babys vor. Dabei erwarten sie alle ihre ganze eigenen Sorgen und Problemchen. Ramsay benimmt sich nicht altersentsprechend und Gary kann sich mit seinem Vater immer noch nicht wirklich arrangieren. Wendy muss indessen zusehen, wie sie unter der Schwangerschaft fast eingeht und unter allen möglichen Symptomen leidet, während die junge Skyler ihr Baby scheinbar komplett ohne Probleme in sich trägt. Und Holly versucht mit aller Kraft, ein Kind zu adoptieren, während ihr Mann sich nicht sicher ist, ob er für ein Kind wirklich schon bereit ist.

Das Adaptieren von Selbsthilfebüchern scheint in Hollywood im Trend zu liegen. Nachdem "Er steht einfach nicht auf dich!" 2009 ins Kino kam, folgen diesen Sommer der Dating Ratgeber "Denk wie ein Mann" mit Chris Brown und die Verfilmung des Schwangerschaftsbestsellers "Ein Baby kommt!". Regisseur Kirk Jones versucht mit seinem Film, das Buch als Episodenfilm auf die Leinwand zu bringen, doch leiden seine Figuren unter mangelnder Charakterentwicklung und die einzelnen Geschichten sind unausgegoren, vorhersehbar und voller Klischees. Bei Jules und Evan dreht sich beispielsweise alles nur darum, ob der zukünftige Sohn beschnitten werden soll oder nicht.

Schwerwiegender ist jedoch, dass Kirk Jones verzweifelt versucht, Drama und Komödie unter einen Hut zu bringen, was nur sehr bedingt gelingt. Wenn von Fehlgeburt zum lustigen Daddy-Club geschwenkt wird, hinterlässt das einen schalen Nachgeschmack. Erst wird der Zuschauer zum Mitfühlen gebracht und bekommt dann knallhart den nächsten Gag serviert. Die Mischung aus emotionalen und dramatischen Elementen, billigen Witzen und geschmacklosen Momenten wirkt unausgeglichen und unstimmig. Der Film setzt vor allem auf große Namen, um die Massen in die Kinos zu locken. Ob diese am Ende auch wirklich zufrieden sind, ist fraglich. Aber schwangeren Frauen oder Babyliebhabern dürfte der Film trotzdem zusagen, denn das eine oder andere Mal schafft es Regisseur Jones doch tatsächlich, fast zu Tränen zu rühren.
Anne Facompré

(What to Expect When You're Expecting) USA 2012, Regie: Kirk Jones, Buch: Shauna Cross, Heather Hach, mit Cameron Diaz, Matthew Morrison, Elizabeth Banks, Ben Falcone, Brooklyn Decker u.a., o.A., 110 min, Kinostart: 16. August 2012 bei Universal

Foto: © Universal Pictures



Mehr Infos zu "Was passiert, wenn's passiert ist"

"What to Expect When You're Expecting" - die offizielle Filmwebseite (englisch)
Die deutsche Webseite zu "Was passiert, wenn's passiert ist"
Filminfos in der Internet Movie Database
Mehr Artikel zu "Was passiert, wenn's passiert ist" auf filmz.de




Kommentare

(Anmerkung der Redaktion: Kommentare werden manuell während der Redaktionszeit freigeschaltet.)

Dein Kommentar

Kommentar schreiben

(Anmerkung der Redaktion: Kommentare werden manuell während der Redaktionszeit freigeschaltet.)