Ted

Bär ohne Schwanz

Kinostart: 2.8.2012 | Anne Facompré | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Der kleine John wünscht sich nichts mehr als dass sein geliebter Teddybär lebendig wird. Und, wer hätte das gedacht, auf geheimnisvolle Art und Weise wird sein Traum Wirklichkeit. John und sein sprechender Bär Ted werden unzertrennlich und über die Jahre hinweg die besten Freunde. Im Erwachsenenalter muss John (Mark Wahlberg) aber feststellen, dass der rotzfreche Bär sich hier und da als Hürde erweist. Johns Freundin Lori (Mila Kunis) ist zum Beispiel wenig begeistert von dem nervigen Mitbewohner. Denn dieser hat nicht nur eine große Klappe, er ist außerdem auch noch ein konsequenter Anhänger von Alkohol, Sex und Drogen. Als John Lori einen Heiratsantrag macht, stellt diese die Bedingung, dass Ted aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen muss. Aber John und sein Bär sind doch beste Freunde … Wird John seine große Liebe wegen Ted verlassen? Oder schafft es der kleine Bär, sich endlich einmal zusammenzureißen?

Seth MacFarlane ist Kult. Von den einen geliebt, von den anderen gehasst, aber definitiv erfolgreich. Der Drehbuchautor, Schauspieler und Synchronsprecher ist das Mastermind hinter den US- Erfolgsserien "American Dad" und "Family Guy" und spricht seine Figuren auch gerne selbst. So auch bei "Ted", denn im englischen Original leiht MacFarlane dem Bären seine Stimme. Sein Mitwirken ist bei MacFarlanes Fangemeinde schon fast ein Erfolgsgarant und so ist es sicher, dass Scharen von Fans dem relativ niveaulosen Bären im Kino huldigen werden.

"Ted" reiht sich gut in die Riege der Erwachsenen-Comedies ein, die vor allem mit Fäkalsprache und derbem Humor gesegnet sind. Nichts für Kinderohren also. "Ted" ist zwar super-süß und knuffig animiert, aber wenn er den Mund aufmacht, fällt einem mitunter fast die Kinnlade runter. Ted nimmt kein Blatt vor den Mund, haut einen provokativen Spruch nach dem nächsten raus und benimmt sich konsequent daneben. Mila Kunis und Mark Wahlberg wirken neben dem animierten Bären fast wie Nebendarsteller.

Zuweilen treibt MacFarlane es in seinem Spielfilmdebüt aber auch ein bisschen zu weit. Stichwort: Prostituierte, die das Wohnzimmer besudelt. Auch der Sextrieb des Bären, der immer wieder seinen mangelnden Penis bedauert, ist hier und da etwas befremdlich. Allerdings wollte MacFarlane sicher nie einen Mainstreamfilm machen und hartgesottene Fans haben mit "Ted" höchstwahrscheinlich ihren Spaß.
Anne Facompré

Ted, USA 2012, Regie: Seth MacFarlane, Buch: Seth MacFarlane, Alec Sulkin, mit Mila Kunis, Mark Wahlberg, Giovanni Ribisi, Joel McHale, Patrick Warburton u.a., 106 min, Kinostart: 2. August 2012 bei Universal Pictures

Foto: © Universal Pictures/Tippett Studio



Mehr Infos zu "Ted"

"Ted" - die offizielle Filmwebseite (englisch)
Die deutsche Webseite zu "Ted"
Filminfos in der Internet Movie Database
Mehr Artikel zu "Ted" auf filmz.de




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