Act of Valor

Ganze Kerle

Kinostart: 24.5.2012 | Anne Facompré | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Mit echten Navy SEALs, Soldaten einer Spezialeinheit der US Navy, wirbt "Act of Valor" und damit mit besonderer Authentizität. Die Regisseure Mike McCoy und Scott Waugh, die hiermit ihr Spielfilmdebüt feiern, bringen ein Action-Drama auf die Leinwand, das von geballten Special Effects genauso profitiert wie von seiner fesselnden Story. Leider gibt es aber auch übertriebenen Patriotismus en masse und der Film wirkt teilweise wie ein Propagandafilm der US Army.

Eine hochausgebildete Gruppe Navy SEALs erhält den Auftrag, eine gefangen genommene CIA-Agentin aus Südamerika zu retten. Bei ihrem Spezialeinsatz kommen sie dann allerdings einem großen Terroranschlag auf die Spur, der in den USA ausgeübt werden soll. Das Terrornetzwerk erstreckt sich über die ganze Welt und die Elitesoldaten müssen weltweit mehrere große Einsätze bestehen, um die USA vor dem Anschlag zu schützen. "Act of Valor" bedeutet auf Deutsch "eine heldenmutige Tat". Und genau davon berichtet der Film auch. Von den Helden der US Army, die ihre Familien und Kinder in den USA zurücklassen, um die Welt – und vor allem ihr Vaterland – zu schützen. Hier werden Spielplatz und Kaffeeklatsch gegen harte Einsätze getauscht, bei denen die Männer und Frauen sich durch Dschungel und Wüste genauso schlagen wie durch andere feindliche Territorien. Alles im Namen des Weltfriedens natürlich.

Dass dieses Konzept in den patriotischen Vereinigten Staaten gut ankam, überrascht wenig. Aber auch für Zuschauer, die nicht in grenzenloser Liebe zu den USA entflammt sind, hat der Streifen einiges zu bieten. Die Bilder sind gewaltig, die Special Effects gelungen, die Kameraführung überzeugt durch Realitätsnähe. Die schonungslosen Einsätze der Navy SEALs erschüttern genauso wie die Brutalität und Härte, derer sie ausgesetzt sind. Die Soldaten können allerdings schauspielerisch nicht wirklich glänzen. Auch wirkt die überzogene Vaterlandsliebe leicht befremdlich und manchmal fast schon albern. Am Ende ist "Act of Valor" ein beängstigender und zuweil berührender Film, dem eine Dosis US-amerikanischer Patriotismus weniger aber nicht geschadet hätte.
Anne Facompré

Act of Valor, USA 2012, Regie: Mike McCoy, Scott Waugh, Buch: Kurt Johnstad, mit Sonny, Ray, Duncan Smith, Van O, Weimy, Roselyn Sanchez, Alex Veadov u.a., ab 16, 110 min, Kinostart: 24. Mai 2012 bei Universum

Foto: © Universum Film



Mehr Infos zu "Act of Valor"

"Act of Valor" - die offizielle Filmwebseite (deutsch)
Die deutsche Webseite zu "Act of Valor"
Filminfos in der Internet Movie Database
Mehr Artikel zu "Act of Valor" auf filmz.de




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