Marvel's The Avengers

Superhelden United

Kinostart: 26.4.2012 | Christian Horn | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Die beiden "Iron Man"-Filme, "Der unglaubliche Hulk", "Thor" und "Captain America" klärten die Vorgeschichte der Haupthelden, nun vereint "Marvel's The Avengers" die Superhelden. Es verwundert wenig, dass viele Fans der 1960er-Jahre-Comicserie die Großproduktion schon lange heiß erwarten. Denn wenn es schon in den bisherigen Filmen ordentlich krachte, wie muss es dann erst scheppern, wenn alle diese überlebensgroßen Superhelden und dazu noch die Marvel-Figuren Hawkeye, Black Widow und Agent Phil Coulson gemeinsam in einer 220 Millionen Dollar schweren Riesenproduktion auftreten?

Tatsächlich erfüllt "Marvel's The Avengers" von Regisseur Joss Whedon ("Buffy - Im Bann der Dämonen") die hohen Erwartungen, die in punkto Action und Spezialeffekte an ihn gestellt werden: Bereits am Anfang legt eine riesige Explosion einen kompletten Gebäudekomplex samt Umland in Schutt und Asche, als der Bösewicht Loki ein Experiment mit einem kosmischen Energiewürfel ins Chaos stürzt und selbigen entwendet. Um die geplante Unterjochung der Menschheit durch Loki abzuwenden, trommelt Nick Fury (Samuel L. Jackson), Chef der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D., die Helden zusammen. Nach einigen Reibereien innerhalb des Teams und mittelgroßen Actionszenen folgt dann die wahrhaftig gigantische Endschlacht, in der die Marvel-Helden mitten in Manhattan gegen eine ganze Armee aus einer fremden Welt antreten. Durch den gelungenen 3D-Effekt intensiviert, sind diese Kämpfe optische Hochgenüsse, die einen regelrecht durchschütteln.

Dass "Marvel's The Avengers" trotz der vielen Spezialeffekte nicht zum stumpfsinnigen Spektakelkino à la "Battleship" gerinnt, liegt vor allem an den greifbar charakterisierten, zudem charismatischen Heldenfiguren und deren Konflikten untereinander. So müssen der großspurige Iron Man (Robert Downey Jr.), der Götter-Sohn Thor (Chris Hemsworth), der idealistische Captain America (Chris Evans) und der besonnene Wissenschaftler Bruce Banner (Mark Ruffalo), der bei Wutanfällen zum unberechenbaren Riesenmonster Hulk mutiert, erst einmal lernen, ihre eigenen übergroßen Egos in den Dienst einer gemeinsamen Sache zu stellen. Hinzu kommen die zwar menschlichen, aber mit herausragenden Kampftechniken gesegneten S.H.I.E.L.D-Agenten Black Widow (Scarlett Johansson) und Hawkeye (Jeremy Renner), deren Organisation nicht immer mit offenen Karten spielt. Alle diese Helden erhalten in etwa die gleiche Leinwandzeit, was naturgemäß einige Abstriche im Bereich der Figurenzeichnung mit sich bringt – deswegen, und um die vielen Anspielungen und Querverweise zu verstehen, hilft es, die Einführungsfilme der einzelnen Superhelden zu kennen. Doch auch ohne Vorkenntnisse macht der visuell beeindruckende, mit selbstironischen Zwischentönen gespickte und schwungvolle Blockbuster einfach Spaß.
Christian Horn

(The Avengers) USA 2012, Regie: Joss Whedon, Buch: Joss Whedon, Zak Penn, mit Robert Downey Jr., Chris Evans, Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Scarlett Johansson u.a., ab 6, 142 min, Kinostart: 26. April 2012 bei Disney

Foto: © 2011 MVLFFLLC. TM & © 2011 Marvel. All Rights Reserved.



Mehr Infos zu "Marvel's The Avengers"

"The Avengers" - die offizielle Filmwebseite (englisch)
Die deutsche Webseite zu "Marvel's The Avengers"
Filminfos in der Internet Movie Database
Mehr Artikel zu "Marvel's The Avengers" auf filmz.de
Filmbesprechung auf kinofenster.de





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