Johnny Blaze (Nicolas Cage) verwandelt sich
Der ehemalige Stuntman Johnny Blaze hat in im ersten Teil von "Ghost Rider" einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und verwandelt sich seitdem in einen knochigen Racheengel auf einem Motorrad, der böse Seelen in die Hölle verdammen kann. In der zweiten Realverfilmung des Marvel Comics muss Johnny den zehnjährigen Danny befreien, der von der Armee des Teufels entführt wurde.
Wie ernsthaft und relevant Comicverfilmungen heute sein können, haben Filme wie "The Dark Knight" oder "X-MEN: Erste Entscheidung" vorgeführt. Doch "Ghost Rider - Spirit of Vengeance" scheint niemand der Beteiligten besonders ernst genommen zu haben. Der Hauptdarsteller Nicolas Cage hat schon so manchen Trash durch sein befreiend aufbrausendes Schauspiel veredelt. Hier gibt er erneut den feuerspeienden Knochenmann aus der Hölle, hat stets einen coolen Spruch auf Lager oder pinkelt Flammen. Sicher ist der Film des durch die "Crank"-Trilogie bekannten Regieduos Mark Neveldine und Brian Taylor respektloser als der erste Teil, und eine Zeit lang hat es durchaus seinen Reiz, dem albernen Overacting von Nicolas Cage und seinem teuflischen Gegenspieler Ciarán Hinds zuzusehen. Doch schon bald fühlt man sich auch als Zuschauer nicht mehr ernst genommen und verliert zwangsläufig das Interesse am Wohlergehen der Protagonisten.
Jörg Buttgereit
Ghost Rider: Spirit of Venegeance, USA 2012, Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor, Buch: Scott M. Gimple, Seth Hoffman, David S. Goyer, mit Nicolas Cage, Fergus Riordan, Ciarán Hinds, Idris Elba, Christopher Lambert u.a., ab 12, 96 min, Kinostart: 23. Februar 2012 bei Universum
Foto: Verleih
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