Kleiner starker Panda

Kein Kung Fu Panda

Kinostart: 23.2.2012 | Kirsten Taylor | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Wirklich niedlich, der kleine Manchu, fast ein bisschen zu niedlich mit seinen großen Augen und seinem Stimmchen. Und nicht nur das: Der Pandajunge ist auch noch neugierig, schlau und furchtlos, und das allein macht ihn zum Auserwählten, der das Panda-Volk vor den Folgen einer riesigen Flutwelle bewahren soll. Denn im Panda-Himmel herrscht zu Beginn des 3D-Animationsfilms "Kleiner starker Panda" helle Aufregung in Anbetracht der nahenden Katastrophe und so wählen die Ahnen auf Anraten des weisen Buddha-Bärs den gerade geborenen Manchu als Retter und Anführer in der Not aus. Nicht ganz uneigennützig, denn "die Ahnen", so Buddha-Bär "leben nur in unseren Nachfahren weiter, und wenn es diese nicht mehr gibt, gibt es auch uns nicht mehr". Natürlich ahnt Manchu von seiner Bestimmung nicht das Geringste. Und natürlich wird das Bärchen die ihm anvertraute Aufgabe mit Hilfe vieler neuer Freunde und nach einigen abenteuerlichen Herausforderungen mustergültig meistern.

Neben Manchu wirkt der verfressene, aber liebenswerte "Kung Fu Panda" Po geradezu wie ein Punk. Aber "Kleiner starker Panda" visiert auch eine wesentlich jüngere Zielgruppe an und beutet gnadenlos die Knuddeligkeit der Bären aus. Die Filmemacher haben für ihren Animationsfilm gezielt nach einer Hauptfigur gesucht, die Kinder mögen, und entschieden sich für den vom Aussterben bedrohten Panda. Die Umsetzung der Geschichte kann allerdings wenig überzeugen, hat sie doch kaum Neues zu bieten und beginnt schon bald zu langweilen. Die schlichten Figuren wurden offenbar am Reißbrett nach dem Prinzip Kindchenschema entworfen und lassen es an charakterlicher Tiefe fehlen. Munter werden zudem östliche und westliche Mythologie und Religion durcheinandergewirbelt, was unter anderem dazu führt, dass die Panda-Ahnen ihre positiven Energien zu seltsam leuchtenden Lichtkugeln bündeln und durch Bambuswälder schweben lassen. Alles ist ein bisschen zu lieblich und aufgeregt geraten, es klebt mitunter wie Zuckerwasser. Allein die 3D-Animation ist zuweilen hübsch anzusehen. Die ganz Kleinen mögen vielleicht noch ihren Spaß an dem Panda-Abenteuer haben. Für alle anderen ist "Kleiner starker Panda" eine echte Bewährungsprobe.
Kirsten Taylor

(Little Big Panda) Animation, Deutschland, Spanien, Belgien 2011, Regie: Greg Manwaring, Michael Schoemann, Buch: Jörg Tensing, o.A., 88 min, Kinostart: 23. Februar 2012 bei NFP

Foto: Verleih



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