Auf Initiative von C/O Berlin haben sich während der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin 18 junge Fotografen als professionelle Fotojournalisten auf die Jagd nach den besten Bildern am Roten Teppich, bei Empfängen und anderen besonderen Anlässen begeben. Ob Starporträts, die Ticketverkäufer der Berlinale oder der selbstkritische Blick auf die Eventfotografie - jeder der Nachwuchsfotografen hat ein selbstgewähltes Thema visuell eingefangen.
Die Serien wurden am Sonntag, den 19. Februar 2012, von einer Fachjury bei C/O Berlin gesichtet. Anschließend zeichnete der Schirmherr des Projektes Dieter Kosslick die Fotografien von Jasmin Kokkola mit dem ersten Preis, einer Canon EOS 5D, aus. In ihrer Serie "Introspective Reality" dokumentiert sie nicht die Wirklichkeit der Berlinale, sondern kreiert mit ihrer Kamera eine alternative Realität. Durch die Wahl von Motiv, Perspektive und Ausschnitt zeigt "Introspective Reality" eine andere Seite der Filmfestspiele, in der sich das Reale mit der plakativen und emotionalen Welt des Films vermischt und sich darin widerspiegelt. Als zweiter Gewinner wurde Christoph Soeder mit einer Canon EOS 600D ausgezeichnet. Dierk Saathoff belegte den dritten Platz und hat eine Canon PowerShot S100 erhalten.
Teilgenommen haben: Theresa Becherer, Magdalena Johanna Bichler, Thomas Georg Blank, Jennifer Bulla, Danilo Hafer, Charly Hall, Claudia Hettwer, Tim Kaun, Maj Jasmin Kokkola, Lukas Severin Kreibig, Federica Loi, Sophia Lorenz, Lisa Morgenstern, Lisa Paland, Oana Popa, Svea Lisa Pöstges, Dierk Saathoff und Christoph Soeder.
Jasmin Kokkola, in Finnland geboren, macht den Bachelor in Fotografie an der Berliner Technischen Kunsthochschule und gewann den ersten Preis mit "Introspective Reality". Jasmin Kokkola: "Die Kamera ist nicht ein Mittel um die Realität zu dokumentieren. Mit der Kamera wird eine alternative Realität kreiert - eine Welt entsprechend den Vorstellungen des Fotografen. Durch die Wahl von Motiv, Perspektive und Ausschnitt zeigt Introspective Reality dem Zuschauer eine andere Seite der Berlinale - eine Seite in der sich das Reale mit der plakativen und emotionalen Welt des Films vermischt und sich darin widerspiegelt. Das was ist, geht verloren."
Dierk Saathoff, wohnt in Berlin, studiert seit 2011 Bildende Kunst an der UdK Berlin, gewann mit "Red Velvet". Hände fielen Dierk Saathoff auf der Berlinale sofort auf: "Sie bieten in dem Wirbel auf dem roten Teppich eine Möglichkeit zu kommunizieren und anzuweisen. Sie geben den Schauspielern in den wenigen Sekunden des Blitzlichts eine Stütze. Und sie haben ganz praktische Aufgaben, das Halten der Kinokarten zum Beispiel, welches auf dem Weg zum Kino unerlässlich ist, um durch die Kontrollen zu kommen. Zwischen den Händen entsteht eine Art Tanz, der viel über das Filmfestival erzählen kann."
Christoph Soeder, in Frankreich geboren, in Deutschland aufgewachsen; studiert an der Ostkreuzschule für Fotografie und präsentierte "!". Christoph Soeder: "Dort, wo sich unsere Aufmerksamkeit ins Unermessliche verdichtet, explosionsartig erlischt. Denn je mehr Augen sich treffen, desto weniger sehen sie. Wo sich viele Blicke erst bündeln, dann straucheln, schließlich verblassen, entsteht ein Rausch und Schein und Sein werden eins."
Fotos: Jasmin Kokkola, Christoph Soeder und Dierk Saathoff
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