Paranormal Activity 3

Der Ursprung des Bösen

Kinostart: 3.11.2011 | Nina Scholz | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Horrorfilmreihen mit ihren zahlreichen Sequels folgen alle einem ähnlichen Erzählprinzip: Die Grundformel des ersten Teils darf in den folgenden Filmen nur minimal variiert werden. Auch die Paranomal-Activity-Reihe bildet da keine Ausnahme. Im ersten Film ziehen Kati und Micah in ihr erstes gemeinsames Haus. Kurz nach dem Einzug werden sie von paranormalen Erscheinungen heimgesucht, denen sie mit allen möglichen Tricks beizukommen versuchen. Unter anderem versuchen sie den Spuk mit einer Videokamera, die sie im Schlafzimmer aufstellen, festzuhalten. Jene Kamera zeichnet aber nicht nur den vermeintlichen Geist, sondern auch die unter dem Stress der Ereignisse langsam zerfallende Beziehung auf. Im zweiten Film sucht ebenjener Spuk Katies Schwester, ihren Mann und die zwei Kinder heim.

"Paranormal Activity 3" erzählt nun davon, dass Katie und Kristie diese Phänomene schon seit ihrer Kindheit kennen: Der Film geht zurück ins Jahr 1988, als die beiden Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter Julie und dem Steifvater Dennis unter einem Dach leben. Das Leben der vier verändert sich, als Kristie sich von den anderen zurückzieht, um Zeit mit ihrem unsichtbaren Freund Toby zu verbringen. Videobänder legen dem Zuschauer die Vergangenheit der Schwestern nach und nach offen: Da ist ein seltsam verunglücktes Sextape der Eltern, Versuche, den unsichtbaren Besucher auf VHS einzufangen, und etliche Erinnerungsaufnahmen der Familie, die immer wieder von den paranormalen Ereignissen heimgesucht wird.

Das Franchise "Paranormal Activity" ist die vielleicht Furcht einflößendste Horrorreihe der letzten Jahre. Alle Regisseure der Reihe bedienen sich den Mitteln der Mockumentary und stellen damit eine im Horrorgenre nützliche Nähe zum Zuschauer her. Gleichzeitig bekommt man den Geist nie zu Gesicht, erwartet ihn aber jederzeit angespannt. Der dritte Teil wirkt durch die Videoschnipsel, die die Vergangenheit der Schwestern erzählen, deutlich dynamischer und variantenreicher als die Vorgängerfilme, zumal dem Mythos ein wichtiger Erzähl-Baustein hinzugefügt wird. Man darf sich also ob der Qualität der ersten drei Filme getrost auf den vierten Teil freuen, der sicherlich auch nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.
Nina Scholz

Paranormal Activity 3, USA 2011, Regie: Henry Joost, Ariel Schulman, Buch: Christopher B. Landon, mit Katie Featherston, Sprague Grayden, Lauren Bittner, Chloe Csengery, Christopher Nicholas Smith u.a., ab 16, 90 min, Kinostart: 3. November 2011 bei Paramount

Foto: Verleih

 



Mehr Infos zu "Paranormal Activity 3"

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