Powder Girl

Snowboarden heilt

Kinostart: 17.3.2011 | Ingrid Beerbaum | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Seit dem tödlichen Unfall ihrer Mutter ist die 19jährige Kim (Felicity Jones) ein wenig neben die Spur geraten. Früher war sie ein hoffnungsvolles Skater-Nachwuchstalent, nun brät sie Burger-Buletten in einem Schnellrestaurant und kümmert sich um den Vater. Das reicht aber kaum zum Leben, und der Zufall beschert dem eloquenten Arbeitermädchen einen einträglicheren Job als "Châlet Girl" (so auch der Originaltitel). Gemeinsam mit der Superblondine Georgie (Tamsin Egerton) aus besseren Kreisen bewacht sie nun das Haus von Superreichen im österreichischen Skigebiet St. Anton und kümmert sich bei Bedarf um diese Herrschaften. Anfängliche Tiefschläge kann das aufgeweckte Mädchen, das für die Gäste aus Unkenntnis Kaviar aufs Frühstücksbrot schmiert und noch nicht einmal Skifahren kann, bald auffangen. Denn sie punktet nicht nur beim Sohn des Bosses Jonny (Ed Westwick) mit ihrer unverkrampften Art und ihrem Durchsetzungswillen, was ihr auch bei den ersten Schritten auf der Piste hilft. Als echtes Skatergirl kann sie sich natürlich auch auf Schnee mindestens auf einem Brett halten und bringt es mit Unterstützung durch Finne Mikki (Ken Duken) sogar bis zur Wettkampfreife im Snowboarden.

In seiner luftigen Komödie arbeitet Regisseur Philip Traill gekonnt mit der scheinbaren Gegensätzlichkeit sozialer Schichten, literarischen Versatzstücken und ein paar Touristenklischees, die sich zu einem ansprechenden Feel-Good-Movie fügen. Überraschenderweise fokussiert sich die Story weniger auf die nicht standesgemäße Romanze, sondern vielmehr auf den sportlichen Aspekt, was rasante Abfahrten und majestätische Bergpanoramen garantiert. Für Kim hat der Sport aber noch eine therapeutische Funktion, denn er hilft ihr, den Tod der Mutter zu verarbeiten. Hauptdarstellerin Felicity Jones ist der eigentliche Glanzpunkt, die mit Niedlichkeit und natürlichem Charme neben Bill Nighy als schrulligem Boss und Brooke Shields als dessen zickiger Ehefrau sehr gut bestehen kann. Ganz in britischer Komödientradition liefert man sich bissige Wortgefechte, die zumindest im Original äußerst pointiert sind und zusätzlich das locker-flockige Leinwandvergnügen steigern. Das tröstet dann auch über einige Drehbuchschwächen hinweg.
Ingrid Beerbaum

(Chalet Girl) Deutschland, Österreich, Großbritannien 2010, Regie: Phil Traill, Buch: Tom Williams, mit Felicity Jones, Ed Westwick, Tamsin Egerton, Bill Nighy, Ken Duken, Brooke Shields u.a., 97 min, Kinostart: 17. März 2011 bei Paramount

Foto: ©Verleih



http://chaletgirl-movie.com
Website zum Film (englisch)
www.powdergirl-film.de
Website zum Film (deutsch)
www.filmportal.de
Infos zum Film auf filmportal.de
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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