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Kai (Jack Yao) ist untröstlich: Seine Freundin ist nach Paris gezogen, von Taipeh, Taiwan aus nicht gerade um die Ecke. Aus Liebeskummer beginnt der Jungspund Französisch zu lernen und Geld zu sparen, das er im Nudelrestaurant seiner Eltern verdient, um sie schnellstmöglich wiedersehen zu können. Als die Liebste am Telefon Schluss mit ihm macht, versucht er ein Treffen noch schneller wieder herbeizuführen, indem er den undurchsichtigen Auftrag einer Gangster-Bande annimmt. Das Abenteuer beginnt, an dessen Ende ein großer Gesinnungswandel steht …
Wie bei einem Musical sind in Arvin Chens Debütfilm die Gefühle vollkommen überhöht; auf der Flucht vor den Gangstern und der Polizei wird auch mal auf einem öffentlichen Platz gemeinsam mit einer Tanzgruppe das Tanzbein geschwungen. In seinem ganzen Gefühlschaos begegnet Kai, der lange Zeit blind dafür ist, der wahren Liebe – unter anderem zu seiner Heimatstadt Taipeh. Turbulent, kitschig, quietschbunt und mit äußerst charmanten Darstellern/innen bleibt bei diesem Film kein Auge trocken. Herzerwärmende französische Schmonzette trifft auf fernasiatische Gangsterklamotte trifft auf Städtehommage – verständlicherweise ein Publikumsliebling der letzten Berliner Filmfestspiele.
Stefanie Zobl
(Yi yè Tài bei) Taiwan, USA 2009, Buch & Regie: Arvin Chen, mit Jack Yao, Amber Kuo, Joseph Chang, Lawrence Ko, Frankie Gao u.a., 84 min, Kinostart: 25. November 2010 bei Arsenal
Foto: Verleih
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