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Die romantische Vorstellung, die sich Amerikaner/innen von Irland machen, verdankt sich einer gemeinsamen Geschichte und Dutzenden von Filmen. Insofern ist die alberne Story von "Verlobung auf Umwegen" unbedingt plausibel: Die erfolgreiche Bostoner Innenarchitektin Anna (Amy Adams) folgt ihrem Freund nach Dublin, um ihm dort einen Heiratsantrag zu machen. Denn nach uraltem irischen Brauch, hat sie irgendwo aufgeschnappt, gilt an jedem 29. Februar – also nur alle Schaltjahre – das Prinzip der Damenwahl. Leider hat in Irland selbst noch kein Mensch von der Tradition gehört. Leider kommt sie auch nie in Dublin an, sondern strandet aufgrund typisch irischen Wetters auf der anderen Seite der grünen Insel.
Wie das alles weitergeht, ist mit dem ersten Auftritt von Kneipenwirt Declan (Matthew Goode) sonnenklar. Der erdige Ire und die zielstrebige Amerikanerin können sich nicht leiden – nach allen Gesetzen der romantischen Komödie sind sie damit schon ein Paar. Gegen eine Menge Geld willigt er denn auch ein, Anna in seinem klapprigen Renault 4 nach Dublin zu bringen, was zu den üblichen Schwierigkeiten einer "Liebe mit Hindernissen" führt: Kühe versperren den Weg, der Wagen gibt den Geist auf; vor altmodischen Wirtsleuten müssen sie sich als Ehepaar ausgeben, um überhaupt ein Bett zu bekommen. Der damit einhergehende kulturelle Schlagabtausch – rückständige Iren gegen arrogante Amerikaner – bleibt nicht folgenlos. Denn was sich so streitet, liebt sich auch irgendwann.