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Duell der Magier

Hokuspokus

Kinostart: 2.9.2010 | Andreas Resch | Artikel drucken

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In der genialen Meta-Komödie "Adaption" von Spike Jonze verkörpert Nicolas Cage gleich zwei Charaktere: die Zwillingsbrüder Charlie und Donald Kaufman. Der eine, Charlie, ist ein brillanter Drehbuchautor. Der andere, Donald, ist auch Drehbuchautor, jedoch wesentlich unbegabter und ein wenig dümmlich. Mit dem Schauspieler Nicolas Cage verhält es sich ein wenig so wie mit den Kaufman-Brüdern in Jonzes Film: Der eine Cage ist ein Genie, der mit Regisseuren wie Scorsese zusammengearbeitet hat und für seine Rolle in "Leaving Las Vegas" (1995) mit dem Oscar® prämiert wurde. Der andere trägt zumeist zotteliges Haar und spielt in unsäglichen Action-Blockbustern wie "Con Air" (1997) mit.

Rein äußerlich betrachtet verkörpert Nicolas Cage in Jon Turteltaubs Action-Märchen "Duell der Magier" mit seiner langen, fettigen Mähne eindeutig den dümmlichen Cage. Doch gelingt es ihm hier, seine Rolle so nuanciert auszufüllen, dass immer wieder auch der begabte Cage zum Vorschein kommt. Und so ähnlich verhält es sich überhaupt mit dem gesamten Film, der irgendwie ständig zwischen opulenter, dafür leicht debiler Special-Effects-Orgie und sensibler Coming-of-Age-Story hin und her schwankt.

Während es Cage in der Rolle des Magiers Balthazar zukommt, die Welt mit viel Getöse zu retten, übernimmt Jay Baruchel als nerdiger Nachwuchsmagier Dave die Rolle des romantisch veranlagten Feingeists. Seit langem ist Dave nämlich unsterblich in die attraktive Becky (Teresa Palmer) verliebt, doch stellt er sich zunächst dermaßen tölpelhaft an, dass es noch eine Weile dauern wird, bis diese beginnt, seine Gefühle zu erwidern. Das also ist die Ausgangssituation: ein Nachwuchsmagier, der eigentlich am liebsten mit seiner Angebeteten ein romantisches Candlelight-Dinner genießen möchte, stattdessen jedoch von seinem gestrengen Lehrmeister ständig mit Zauberübungen drangsaliert wird. Schließlich gilt es, die drohende Wiederkehr der bösen Hexe Morgana (Alice Krige) zu verhindern, die seit Jahrhunderten in einem so genannten Grimhold, einer Art russischer Babuschkapuppe, eingesperrt ist.

Aus dieser Konstellation heraus entwickelt der Film auch durchaus eine gewisse Komik, die durch zahlreiche Zitate aus Goethes Ballade "Der Zauberlehrling" bis hin zu "Star Wars" noch weiter gesteigert wird. Zugleich jedoch hat "Duell der Magier", an dem vier Drehbuchautoren gleichzeitig oder nacheinander gearbeitet haben – ein untrügliches Indiz, dass es Probleme mit dem Script gegeben hat – eine derart vorhersehbare Dramaturgie, dass einen die Ereignisse nie wirklich überraschen können. Vielleicht auch deshalb ist "The Sorcerer's Apprentice", wie der von Jerry Bruckheimer produzierte Film im Original heißt, derart schleppend in den US-amerikanischen Kinos angelaufen.
Andreas Resch 

(The Sorcerer's Apprentice) USA 2010, Regie: Jon Turteltaub, Buch: Matt Lopez, Doug Miro, Carlo Bernard u.a., mit Nicolas Cage, Jay Baruchel, Alfred Molina, Monica Bellucci, Terersa Palmer u. a., 111 min, Kinostart: 2. September 2010 bei Disney

Foto: Verleih



http://disney.go.com/disneypictures/sorcerersapprentice
Website zum Film (englisch)
www.disney.de/duell-der-magier
Website zum Film (deutsch)
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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