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Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall

Ein Leben im Dschungelcamp

Kinostart: 2.9.2010 | Andreas Resch | Artikel drucken

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Eigentlich ist es ja nur fair, dass jetzt auch Jane Goodall "ihren" Film bekommt. Schließlich ist die Engländerin gemeinsam mit der Amerikanerin Dian Fossey die wohl berühmteste Primatenforscherin auf diesem Planeten. Während Fossey jedoch, deren Leben 1988 unter dem Titel "Gorillas im Nebel" mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle verfilmt wurde, das tragische Schicksal ereilte, im Alter von 53 Jahren mit eingeschlagenem Schädel aufgefunden worden zu sein, hatte Goodall weitaus mehr Glück. Die mittlerweile 76-Jährige reist seit mehr als zwanzig Jahren durch die Welt, hält Vorträge, gründet Stiftungen und ist everybody's darling.

Lorenz Knauers Dokumentarfilm "Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall" erzählt zunächst chronologisch Goodalls Geschichte nach. Archivaufnahmen zeigen eine aufgeschlossene junge Frau, die quasi ohne Ausbildung nach Afrika kommt, wo sie zunächst im Kenya National Museum angestellt wird, dessen Leiter Louis Leakey sie ermuntert, eine Langzeitstudie mit Schimpansen durchzuführen. Man erfährt von Goodalls Liebschaften, von den späteren Schwierigkeiten mit ihrem Sohn. Dieser Teil des Films funktioniert wunderbar, da private und berufliche Perspektiven immer wieder ineinander übergehen, wodurch man tatsächlich einen sehr genauen Eindruck von der Person Jane Goodall gewinnt.

In der Gegenwart angekommen, verliert der Film jedoch rasch seinen anfänglichen Drive, die Dramaturgie verheddert sich immer mehr in Redundanzen. Man sieht Jane Goodall dabei zu, wie sie von Konferenz zu Konferenz jettet, man sieht sie in Gesprächen mit Prominenten wie Pierce Brosnan oder Angelina Jolie. Dabei jedoch verliert der Film seine Protagonistin mehr und mehr aus den Augen, da es ihm nicht gelingt, seine unverhohlene Begeisterung für Goodall zumindest zeitweilig zurückzustellen. Das führt dazu, dass "Jane's Journey" immer mehr den Charakter eines Werbefilms annimmt, ein Eindruck, der durch die mitunter ziemlich schnulzige Musikuntermalung noch weiter intensiviert wird. Das ist schade, da eine solche zur Kritik unfähige Form auch sehr schnell an Glaubwürdigkeit einbüßt.
Andreas Resch

(Jane's Journey) Dokumentarfilm, Deutschland, USA 2010, Buch & Regie: Lorenz Knauer, mit Jane Goodall, Angelina Jolie, Pierce Brosnan u. a., 105 min, Kinostart: 2. September 2010 bei Universum

Foto: Verleih



www.janesjourney.net
Website zum Film (englisch)
www.janes-journey-film.de
Website zum Film (deutsch)
www.filmportal.de
Infos zum Film auf filmportal.de
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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www.visionkino.de
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