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Step Up 3D

Harte Bandagen, zarte Bande

Kinostart: 26.8.2010 | Ingrid Beerbaum | Artikel drucken

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Wer im Moment in Hollywood ein Remake oder einen dritten Teil einer Reihe drehen will, muss es offenbar in 3D tun. Wenn schon die Story kaum mehr Neues hergibt, sollen es wenigstens die Effekte rausreißen. Das kann misslingen ("Kampf der Titanen") oder auch richtig Spaß machen ("Toy Story 3"). Die Technik für einen Tanzfilm anzuwenden, ist dann nur folgerichtig, denn die Story ist ohnehin nicht das Wichtigste, sondern – das Tanzen.

Für den dritten Teil der Saga geht es nach New York, wo Tanzküken Moose (Adam Sevani aus Step Up 2 the Streets) etwas Anständiges studieren soll. Dummerweise stolpert er gleich am ersten Unitag über die verrückten Tänzer/innen der "House of Pirates", einer Gruppe von Tanzbesessenen unterschiedlichster Herkunft, die zusammen in einem alten Fabrikloft wohnen und trainieren. Crew-Chef Luke (Rick Malambri) nimmt ihn sofort in das Team auf, genau wie die geheimnisvolle Natalie (Sharni Vinson). Denn die Pirates brauchen mehr Tänzer für den "World Jam", einen internationalen Wettbewerb, den sie unbedingt gewinnen wollen. Dabei steht nämlich nicht nur die Ehre gegenüber den Erzfeinden der "House of Samurai" auf dem Spiel, sondern auch die Existenz der Truppe. Die Bank droht mit Zwangsräumung ihrer Wohn- und Arbeitsstätte, und mit dem nicht unerheblichen Dollargewinn wären sie ihre Schulden los. Bis es zum Großen Finale kommt, wird nicht nur mit harten Bandagen trainiert und gekämpft, sondern man knüpft auch zarte Bande. Luke und Natalie entwickeln nicht nur professionelles Interesse füreinander, und Moose entdeckt bei Kindheitsfreundin Camille (Alyson Stoner) ungeahnte Qualitäten.

Im Grunde wird in Step Up 3D nur wieder die bekannte Story von den am Ende triumphierenden sympathischen Außenseitern/innen erzählt. Wie auch schon im Vorgänger "Step Up 2 the Streets" hat Regisseur Jon Chu eine illustre Truppe von Multitalenten für Haupt -und Nebenrollen gefunden. Einmal mehr bekommen neben den aus den Vorgängern bekannten Gesichtern in Szenekreisen bekannte Tänzer/innen ihren großen Leinwandauftritt, was den vielfältigen, perfekt choreographierten Tanznummern eine besondere Energie gibt. Leider werden jedoch die visuellen Möglichkeiten der 3D-Technik, nämlich der Eindruck von Raumtiefe, kaum genutzt. Wer also kein 3D-Kino in der Nähe hat, verpasst nicht wirklich etwas. Aber Tanzfans kommen in jedem Fall auf ihre Kosten.
Ingrid Beerbaum

(Step Up 3D) USA 2010, Regie: Jon M. Chu, Buch: Amy Andelsen, Emily Meyer, mit Rick Malambri, Sharni Vinson, Adam Sevani, Alyson Stoner u. a., 107 min., Kinostart 26.8.2010 bei Constantin

Foto: Verleih


www.stepup3d.film.de
Website zum Film 
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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