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Reggae kennt jeder. Ska kennen auch noch viele. Rocksteady aber kennt kaum jemand. Dabei steht der Begriff für den Übergang vom einen zum anderen, vom eher zappeligen Ska zum gemütlich schunkelnden Reggae. Dazwischen war "Rocksteady": Nur, warum der jamaikanische Offbeat plötzlich langsamer wurde, darüber gibt es auch in der Dokumentation von Stascha Bader verschiedene Versionen. Sänger Hopeton Lewis erzählt, dass er einfach nicht hinterherkam und die Band anwies, nicht so schnell zu spielen. Seine Kollegin Judy Mowatt dagegen nahm vor Nervosität so viele Beruhigungsmittel, dass die Tranquilizer den Rhythmus verlangsamten.
Nicht nur weil die alten Legenden eine Anekdote nach der anderen erzählen, erinnert "Rocksteady" immer wieder an Wim Wenders' "Buena Vista Social Club" (1999). Auch hier ist der rote Faden ein gemeinsamer Auftritt, auf den die Pioniere/innen hinarbeiten; auch hier werden aktuelle Straßenszenen mit historischen Aufnahmen kontrastiert; auch hier umkreist die Kamera gemütlich die Protagonisten/innen, die sich im Studio wiedertreffen und noch einmal zusammen Musik machen, mitunter das erste Mal seit 40 Jahren. So entstehen rührende Szenen an der Grenze zum Kitsch, aber auch einige Minuten ziemlich großartige Musik.
www.rocksteadyrootsofreggae.com
Website zum Film (englisch, deutsch)
www.rapideyemovies.de
Mehr über den Film auf der Website des deutschen Verleihs
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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