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Ausgebufft, abgelascht, der ganze alte Schwung ist hin: Shrek, einst gefürchteter, dann verliebter, dann glücklicher grünhäutiger Oger, ist nur noch genervt von seinem friedlichen Familienleben als Ogerpapa und Autogrammverteiler und wünscht sich vergangene Zeiten zurück, in denen ein Oger noch ein richtiger Oger sein konnte. Darauf hat das miese fiese Rumpelstilzchen nur gewartet: Mit einer List luchst es Shrek eine Unterschrift auf einem Zauberdokument ab, und plötzlich sieht sich Shrek einem grauen Märchenland gegenüber, in dem Fiona ihn nie kennen gelernt hat und in dem, und das ist fast noch schlimmer, Rumpelstilz und seine Hexenarmada die Macht übernommen und alle Märchenfiguren untertan gemacht haben.
Man muss nur, wie auch bei den anderen drei Shrek-Abenteuern, direkt wieder vergessen, dass die deutsche Stimme des Helden Sascha Hehn gehört, und schon kann man die hübsche Geschichte um Wenn-das-Wörtchen-wenn-nicht-wär genießen. Kann sich an der kämpferischen Fiona-Figur erfreuen, die in der Parallelwelt keine Lust mehr hatte, im Elfenbeinturm auf einen Befreier zu warten, sondern die Sache selbst in die Hand nahm, an dem Kater, der zu dick geworden ist, um sich sauberzulecken, dem immer noch stetig vor sich hinquatschenden Esel, der neu zu entfachenden Liebe zwischen Shrek und Fiona und den prima Kampfszenen zwischen wütenden Hexen und verliebten Drachen. Ob man nun 3D guckt oder nicht – DreamWorks wird seinem Ruf als gewohnt albern-unterhaltsame, schön ausgedachte und realisierte Traumwahrmachfirma gerecht.
Jenni Zylka
(Shrek Forever After) Animationsfilm, USA 2010, Regie: Mike Mitchell, Buch: Josh Klausner, Darren Lemke, 93 min, Kinostart: 30. Juni 2010 bei Paramount
Foto: Verleih
www.shrek.comWebsite zum Film (englisch)
www.shrekinternational.comWebsite zum Film (deutsch)
www.imdb.deInfos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.deMehr Artikel zum Film
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