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Sonne und Mond sitzen auf einem Dorfplatz in den peruanischen Hochanden. Sie warten darauf, dass die Madonnenstatue des Ortes endlich wieder zusammengeflickt ist. Erst dann dürfen sie ihre Masken wieder absetzen. Sonst würde vielleicht noch mehr Unglück geschehen, als ohnehin bereits das Dorf heimgesucht hat. Viele hier verlieren plötzlich ihr Augenlicht oder sterben einfach. So wie Saturninas (Magaly Solier aus "Milk of Sorrow") Verlobter Ignacio (Edgar Quispe), der beim Holen des heiligen Wassers, seiner Brautgabe, entkräftet umfällt. Seine Schwäche hat auch zuvor die Madonnenstatue bei der Prozession zu Fall gebracht, die direkt neben einer Quecksilberlache aus den nahen Goldminen der weißen Gringos landet. Für Saturnina ist klar, dass die silbrige Flüssigkeit aus den Minen, die überall verstreut liegt, daran Schuld ist. Auch die ausländischen Ärzte können da nichts ausrichten. Unter ihnen ist der Augenarzt Max (Olivier Gourmet), der für diesen humanitären Einsatz schweren Herzens seine schwermütige Frau Grace (Jasmin Tabatabai) in Belgien zurücklassen musste. Diese hat ihren Job als Kriegsfotoreporterin aufgegeben, nachdem sie die Tötung ihres irakischen Assistenten mit ansehen musste, wofür sie sich verantwortlich macht. Bei einem Aufruhr im Dorf wird Max getötet, und Grace beschließt, dorthin auf Spurensuche zu gehen.
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