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Affären zwischen historisch relevanten A-Prominenten sind immer einen Roman, wenn nicht einen Film wert. Falls es sich dabei noch um einflussreiche Künstler handelt, ist auf jeden Fall ein gewisser Schauwert garantiert. So ist es auch hier.
In Jan Kounens Adaption eines Romans von Chris Greenhalgh treffen zwei radikale Erneuerer ihres Genres aufeinander – Coco Chanel und Igor Strawinski.
Als dessen Meisterwerk, das Ballett "Le Sacre du Printemps", in Paris 1913 uraufgeführt wird, sitzt Chanel (Anna Mouglalis) im Publikum. Er ist ein junger, gefeierter Komponist, sie schickt sich an, die Modewelt auf den Kopf zu stellen. Amüsiert beobachtet sie die Entrüstung der Pariser Gesellschaft über das unglaublich moderne Ballett und interessiert sich eigentlich mehr für den Mann, der das provozierende Stück geschrieben hat. Sieben Jahre später ist sie eine gefeierte, wohlhabende Frau und Stravinski (wunderbar zurückhaltend: Mads Mikkelsen) ein mittelloser Flüchtling vor der Russischen Revolution, der mit seiner kranken Frau und den Kindern in einer feuchten Pariser Absteige haust. Davon berührt, bietet sie der Familie an, übergangsweise in ihr Chalet außerhalb der Stadt zu ziehen, wo der Komponist in Ruhe an neuen Stücken arbeiten kann. Äußerst zögerlich nimmt die Familie das Angebot an. Die Kinder genießen den großen Garten, Stravinski komponiert und seine Frau beobachtet mit immer größerer Sorge, wie es zwischen ihrem Mann und Chanel knistert. Einen Sommer lang wird die Affäre dauern – eine von vielen in beider Leben.
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