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Drachenzähmen leicht gemacht

Teenager gegen den Rest der Welt

Kinostart: 25.3.2010 | Jenny Zylka | Kommentar schreiben | Artikel drucken

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Hicks ist ein Hänfling. Als Wikinger kaum zu gebrauchen, als Drachentöter schon gar nicht: Auf der von schroffen Felsen umgebenen Wikingerinsel "Berk" vertreiben sich die sturen, grobschlächtigen Bewohner seit Jahrtausenden die Zeit zwischen den Beutezügen damit, den bösartigen "Tödlichen Nadder", den zweiköpfigen "Wahnsinnigen Zipper" oder den Chihuaua unter den Drachen, den "Schrecklichen Schrecken", plattzumachen. Wer nicht mitknüppeln will, ist ein Außenseiter, und da der pubertäre Hicks auch noch der Sohn des Wikingerbosses Haudrauf ist, wiegt seine ängstlich-pazifistische Haltung doppelt schwer: Die anderen Prügelteens lachen ihn aus, und die ehrgeizige, smarte angebetete Astrid ist ebenfalls not amused.

Um endlich bei den anderen zu punkten, träumt Hicks davon, den gefährlichsten aller Drachen, den "Nachtschatten", zu erlegen. Als er tatsächlich einen fängt und der sich als großformatiges Hündchen mit leuchtenden Augen entpuppt, kommt alles, wie man es von dieser Art Film erwartet: Hicks und der Drache "Ohnezahn" freunden sich an, fliegen zusammen durch die Gegend, Hicks lernt eine Menge über andere Exemplare und kann zum Erstaunen des Dorfes plötzlich alle Drachen zähmen, ohne einem auch nur einen Stachel zu krümmen und ohne seinen aus einem der beiden Brustpanzer seiner Mutter bestehenden, gehörnten "Brusthut" einzusetzen. Am Ende, beim großen, gemeinsamen Kampf gegen das einzig wirklich böse Wesen, kommen auch die restlichen Recken hinter das Geheimnis der Monty-Roberts-Philosophie.

Geschichten für Dreamworks-3D-Animationsfilme müssen weder vielschichtig noch didaktisch sein und sie müssen einen nicht erleuchtet zurücklassen. Es braucht (wie in den vorherigen Produktionen des gleichen Teams "Shrek" und "Madagascar") nur ein paar angenehm unnatürliche Viecher mit stark ausgeprägten Charakterzügen, dazu die alte Loser-gegen-den-Rest-der-Welt-Story und von Film zu Film besser ausgeklügelte CGI-Umgebungen und -Personen, und schon stehen die Chancen, diese Wahnsinnsbudgets, die Animationsfilme heutzutage verschlingen, auch wieder einzuspielen. Diese mit Coming-of-Age-Versatzstücken gespickte Mischung aus "Wickie und die starken Männer", "King Kong" und "Der Pferdeflüsterer" ist nettes Nachmittagskino, das dreidimensional vorbeirauscht, ohne viele Spuren zu hinterlassen. Am Ende bleibt die Botschaft "Seid nett zueinander, ob Mensch, ob Tier", das ist zwar nicht viel, aber auch nicht schlimm.
Jenny Zylka

(How to Train Your Dragon) Animationsfilm, USA 2010, Regie: Chris Sanders, Dean DeBlois, Buch: Cressida Cowell, Dean DeBlois, 98 min, Kinostart: 25. März 2010 bei Paramount

Foto: Verleih


www.howtotrainyourdragon.com
Website zum Film (englisch)
www.howtotrainyourdragonintl.com/intl/de
Website zum Film (deutsch)
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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www.kinofenster.de
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