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Viermal schon war Jeff Bridges für einen Oscar nominiert, viermal ging er leer aus. Wenn am 7. März 2010 die diesjährigen Academy Awards verliehen werden, werden aller guten Dinge wohl fünf sein: Bridges ist für "Crazy Heart" als bester Hauptdarsteller einer der sichersten Siegertipps.
Tatsächlich ist sie ihm auf den Leib geschrieben, diese Rolle als abgehalfterter und alkoholkranker, kettenrauchender, kotzender und vom Leben verhärmter Country-Sänger Bad Blake, der sich durchschlägt mit erbärmlichen Auftritten in Kneipen und Bowling-Bahnen vor einem mit ihm gealterten Publikum. Von den immer alten Hits und reichlich Whiskey lässt sich aber hin und wieder immerhin ein angejahrtes Groupie zu einer gemeinsamen Nacht im Motelzimmer überzeugen.
Bridges, der bereits in "The Big Lebowski" (1998) oder "Die fabelhaften Baker Boys" (1989) in ähnlichen Rollen brillierte, spielt diesen Bad Blake mit zotteligem Bart, fettigen Haaren und viel Mut zur Hässlichkeit, aber trotzdem reduziert und mit Blick auf die kleinen Details, nicht plakativ, sondern einfühlsam. Dieser Typ ist nicht unbedingt sympathisch, aber er wächst dem Zuschauer ans Herz, weil Bridges an seiner Figur geschickt das Universelle herausarbeitet: den Zweifel und die Schwäche, die in jedem Menschen wohnen.
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