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Eigentlich sind sie gar nicht pink, sondern fuchsiafarben, die Wagen der Moskauer "Frauentaxis". Auffällig sind sie so oder so, nicht nur, was die Lackierung angeht. In einer der härtesten Städte der Welt trotzen sie der übergroßen, männlich dominierten Konkurrenz mit einem besonderen Service. Komfortable Wagen, kein Gebrüll, wenn die anderen Verkehrsteilnehmer/innen nicht spuren, dafür freundliche Konversation. Die Taxis werden ausschließlich von Frauen gefahren und befördern nur im äußersten Notfall auch mal einen männlichen Gast. Marina, Alla und Viktoria sind drei von insgesamt 22 Fahrerinnen, die Dokumentarfilmer Uli Gaulke ("Havanna, Mi Amor") in "Pink Taxi" einfühlsam porträtiert und erzählt durch ihre Geschichten beiläufig auch vom harten Alltag im Russland nach Ende der Perestrojka.
Die drei Freundinnen sind gestandene Frauen mit solider Berufsausbildung und Familie und stehen exemplarisch für viele (nicht nur) russische Frauen, die in der Lebensmitte noch einmal von vorne anfangen müssen, da ihre Männer entweder gestorben sind oder sie verlassen haben. Als nunmehr Alleinernährerinnen sind sie auf den Taxijob angewiesen, der keineswegs eine Traumkarriere für sie ist, und ihren Kindern wünschen sie etwas Besseres. Ein Leben etwa, wie es ihre meist wohlhabenden Kundinnen, reiche Töchter, Anwältinnen oder höhere Angestellte führen, die für eine entspannte Taxifahrt etwas mehr ausgeben können und die die leichten Plaudereien mit den Fahrerinnen über das Leben, die Karriere, Mode und natürlich Männer schätzen.
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