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Ein Regisseur in der Schaffenskrise, ein Mann zwischen Ehefrau und Geliebter, ein Film ohne Drehbuch, ein Suchender zwischen Realität und Traum? Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor aus der Filmgeschichte? Genau, "Nine" ist eine Neubearbeitung von "Achteinhalb". Allerdings mit anderen Mitteln: Denn aus Federico Fellinis autobiografischem Meisterwerk wird nun ein Musical.
Rob Marshall hat nach "Chicago" wieder ein erfolgreiches Broadway-Stück für die Leinwand adaptiert. Zwischen streicherschweren Songs und fantasiebunten Traumsequenzen quält sich der von Daniel Day-Lewis gespielte Starregisseur Guido Contini mit Schreibblockade, Ödipus-Komplex und einem mittelschweren katholischen Trauma. Aber Spannung ist hier nicht zu erwarten, darum geht es natürlich nicht: Die eh nur dürftig verlegten Handlungsstränge sind – wie schon bei Fellini – schlussendlich nur Anlass für eine Exkursion in die Traumfabrik Kino: über ihre Abgründe und Unwägbarkeiten, den kommerziellen Druck, die kreativen Prozesse und die Zwänge, in die auch das Genie sich fügen muss.
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