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Der technische Fortschritt spült derzeit eine Menge neuer Tierdokumentationen ins Haus. Nach ihrem Zugvogelfilm "Nomaden der Lüfte" tauchen Jacques Perrin und Jaques Cluzaud nun in die Tiefen der Meere, mit den allerneuesten HD-Kameras bestens ausgestattet. Zwar hat all die Wale, Delphine, Krabben, Tintenfische und Quallen jeder schon einmal gesehen – aber nicht in dieser Qualität. Und in der Tiefsee lauern tatsächlich noch immer monströse Gestalten, die sich dem menschlichen Forschungsdrang bisher entzogen haben.
Die über den ganzen Globus verstreuten Drehorte werden im Film ebenso wenig genannt wie die zum Teil kaum bekannten Arten. "Unsere Ozeane" ist kein klassischer Tierfilm, sondern will durch seine majestätischen Bilder – und eine nicht sehr zurückhaltende Musikbegleitung – emotional aufwühlen. Das ist gelungen. Die wirbelnden Choreografien der Fischschwärme, die sich durch eine unsichtbare Intelligenz zu immer neuen Gebilden formen, sind an Schönheit nicht zu überbieten. Der Weiße Hai findet seine Opfer. Und wenn am Meeresgrund die Krabbenheere übereinander herfallen, hört man sogar das Knacken und Rascheln der Scheren.
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