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Percy Jackson - Diebe im Olymp

Ein Halbgott aus NYC

Kinostart: 11.2.2010 | Christian Horn | Kommentar schreiben | Artikel drucken

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Nur noch ein Zweiteiler und die kassenträchtige "Harry Potter"-Reihe ist abgeschlossen. Und nachdem sich mit der streitbaren "Twilight"-Saga bereits eine Art Nachfolger etabliert hat, schickt Chris Columbus, Regisseur der ersten beiden "Harry Potter"-Filme, nun einen neuen Helden ins Box-Office-Rennen: Percy Jackson (Logan Lerman), ein in New York lebender Schüler, der mit seinem Stiefvater streitet, unter Wasser ziemlich lange die Luft anhalten kann, im Englischunterricht keine sonderlich gute Figur macht – und nicht ahnt, dass er ein Halbgott ist. 


Wie bei dem bebrillten Zauberschüler aus Hogwarts steht auch bei "Percy Jackson - Diebe im Olymp" eine Kinderbuchreihe Pate, die bisher fünf Bände umfasst. Buchvorlage wie Film verpacken die fantastischen Ereignisse rund um den Protagonisten Percy Jackson und seine jugendlichen Begleitcharaktere Annabeth, Tochter der Athene, und den Satyr Grover mit allerhand Versatzstücken aus der griechischen Mythologie: Hades aus der Unterwelt, mythologische Ungeheuer und die todbringende Medusa (Uma Thurman) treten als Gegenspieler/innen auf, Sean Bean gibt den Zeus und Pierce Brosnan einen Zentauren (halb Mensch, halb Pferd), der Percy als Mentor zur Seite steht. Versetzt wird dieser mythologische Unterbau mit fantastischen Utensilien wie fliegenden Chucks und einem Kugelschreiber, der sich bei Bedarf als Schwert entpuppt.
Im Gegensatz zu den ersten "Harry Potter"-Filmen startet "Percy Jackson - Diebe im Olymp" von Anfang an mit einer etwas härteren Gangart: Motive des Horror-Genres und viele unheimliche Wesen, allen voran Uma Thurman mit Giftschlangen als Haarpracht, geben dem Film von vornherein einen erwachseneren Ton und lassen den Auftakt der Reihe eher zu einem Jugend- als zu einem Kinderfilm werden. Dahinter steht wohl die Hoffnung, die nun etwas gealterten Potter-Fans der ersten Stunde pünktlich zum Teenager-Alter abzuholen. Routiniert verpackt Chris Columbus die sehr gestauchte Exposition und die folgenden, stets auf Tempo und Spannung getrimmten Ereignisse in griffige Kinobilder mit passablen, allerdings nicht immer hochkarätigen Spezialeffekten. Wenngleich die Figurenzeichnung teils holprig und die Entwicklung der Story zu rasant ist, bietet das erste Kinoabenteuer von Percy Jackson gute Unterhaltung. Wenn Columbus' Film die Erwartungen an der Kinokasse erfüllt, steht den nächsten Abenteuern von Percy und seinen Freunden wohl nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: Harry Potter ist tot, es lebe Percy Jackson!
Christian Horn

(Percy Jackson & The Olympians: The Lightning Thief) USA 2010, Regie: Chris Columbus, Buch: Craig Titley nach dem Roman von Rick Riordan, mit Logan Lerman, Brandon T. Jackson, Alexandra Daddario, Pierce Brosnan, Uma Thurman u. a., 118 min, Kinostart: 11. Februar 2010 bei 20th Century Fox

Foto: Verleih


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