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Gegen jeden Zweifel

Gefährlicher Ehrgeiz

Kinostart: 4.2.2010 | Jörn Hetebrügge | Kommentar schreiben | Artikel drucken

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Als Reporter eines regionalen TV-Senders fühlt sich C.J. (Jesse Metcalfe) unterfordert. Um seiner Journalistenkarriere einen Schub zu geben, plant der ehrgeizige junge Mann den großen Coup: Er will den politisch ambitionierten Staatsanwalt Mark Hunter (Michael Douglas) zur Strecke bringen. Denn der, da ist sich C.J. sicher, schreckt bei Mordprozessen nicht davor zurück, Beweise zu fälschen, um die Angeklagten in die Todeszelle zu bringen – und sich so medienwirksam als unerbittlicher Hüter von Gesetz und Ordnung zu inszenieren. Seine Chance erkennt der Journalist, als eines Tages eine Prostituierte ermordet wird: Um den skrupellosen Staatsanwalt in aller Öffentlichkeit zu entlarven, legt C.J. mit Hilfe seines befreundeten Kollegen Corey eine falsche Spur, die ihn zwangsläufig selbst als vermeintlichen Täter vor Gericht bringen muss. Doch es kommt anders: Hunter bekommt Wind von dem Plan und lässt daraufhin Corey, der C.J. als einziger Eingeweihter beim Prozess absichern sollte, beseitigen. Ohne Entlastungszeugen aber ist C.J. der Anklage hilflos ausgeliefert und wird zum Tode verurteilt. So scheint die Hinrichtung des Reporters unausweichlich – wäre da nicht seine Geliebte Ella, zugleich Hunters Assistentin, die von C.J.s Unschuld überzeugt ist und nun ihrerseits Nachforschungen unternimmt.

Nicht jeder Film eines Meisterregisseurs ist zwangsläufig ein Meisterwerk. Diese einfache Wahrheit bestätigt auch Fritz Langs eher wenig bekannter Film noir "Jenseits allen Zweifels" (USA 1956), den der legendäre "Metropolis"-Schöpfer seinerzeit selbst als missglückt einschätzte. Insofern erscheint es durchaus nicht anmaßend, dass sich mit Peter Hyams ein als verlässlicher Handwerker bekannter Hollywood-Routinier an ein Remake wagt – sondern vielmehr rätselhaft, dass eine Story abermals ins Kino findet, die sich schon in Langs Händen als überkonstruiert und allenfalls B-Film-tauglich erwies. Tatsächlich krankt auch die Neuverfilmung nicht zuletzt an einem Drehbuch, dessen dramaturgische Schwächen und haarsträubende Wendungen weder von den zwar solide agierenden, aber uncharismatischen Hauptdarstellern/innen noch von Hyams atmosphärisch stimmiger Kameraarbeit aufgefangen werden können. Auch dass Michael Douglas in der Nebenrolle des Staatsanwalts einen souverän und für seine Verhältnisse angenehm zurückhaltend gespielten Bösewicht gibt, ändert nichts daran, dass "Gegen jeden Zweifel" nur in wenigen Action-Sequenzen Leinwandformat erreicht.
Jörn Hetebrügge

(Beyond a Reasonable Doubt) USA 2009, Buch & Regie: Peter Hyams, mit Jesse Metcalfe, Amber Tamblyn, Michael Douglas, Joel David Moore, Orlando Jones u. a., 105 min, Kinostart: 4. Februar 2010 bei PA CO

Foto: Verleih


www.beyondareasonabledoubtmovie.com
Website zum Film (englisch)
www.gegen-jeden-zweifel.de
Website zum Film (deutsch)
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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