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Thomas McCarthys zweiter Spielfilm "Ein Sommer in New York - The Visitor" verschafft Richard Jenkins, bekannt geworden durch die Rolle des (toten) Familienvaters in der TV-Serie "Six Feet Under", endlich die längst überfällige Hauptrolle – und Jenkins zeigt eindrucksvoll, warum er seit Jahren als einer der besten Nebendarsteller Hollywoods gehandelt wird. Sein Walter Vale ist der ruhende Gegenpol zum leicht empörten Tonfall, der McCarthys Film durchzieht. Walter arbeitet als Wirtschafts-Professor und ist seit dem Tod seiner Frau des Lebens überdrüssig. Die Sorgen seiner Studenten/innen interessieren ihn nicht und den Kontakt zu seinen Mitmenschen hat er weitgehend abgebrochen. Als er eines Tages in seiner leeren Zweitwohnung in New York den jungen Syrer Tarek und seine senegalesische Freundin Zainab vorfindet, sieht er sich jedoch gezwungen, sich wieder mit der Realität auseinander zu setzen.
Das Pärchen lebt illegal in den USA, und Walter lässt sich dazu hinreißen, den beiden Unterschlupf zu gewähren. Langsam findet er Gefallen an seinen neuen Hausgenossen. Und er entdeckt ein Gefühl, das er vor langer Zeit scheinbar verloren hat: Verantwortung. Tarek bringt Walter sogar das Trommeln bei. Aber die politischen Verhältnisse holen ihre Freundschaft schnell ein. Eines Tages wird Tarek von den Einwanderungsbehörden aufgegriffen und in Abschiebehaft genommen. Walter bleibt sein einziger Kontakt zur Außenwelt. Kurz darauf steht auch noch Tareks Mutter Mouna, gespielt von Hiam Abbass, vor der Tür. Gemeinsam versuchen sie, juristisch gegen Tareks Abschiebung vorzugehen.
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