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Dieser Woody-Allen-Film ist wie ein gut gereifter Rotwein: Der Geschmack ist im Grunde bekannt, aber hat viele überraschende Noten. Nach vier Filmen in Europa – zuletzt "Vicky Christina Barcelona" – kehrt Woody Allen mit "Whatever Works" zurück in seine Heimatstadt New York, wo die meisten seiner inzwischen über vierzig Filme spielen. Dort hat er ein Fass aufgemacht, das bereits jahrzehntelang in seinem kreativen Keller lagert: Das Drehbuch zu "Whatever Works" schrieb Woody Allen schon zu Zeiten seines legendären "Stadtneurotikers" (1977). Weil der für die Hauptrolle vorgesehene Zero Mostel aber starb, wurde das Projekt damals abgeblasen.
Wie Woody Allen, gerade 74 Jahre alt geworden, aus diesem alten Stoff nun eine frische Komödie herausholt, ist wie immer witzig anzusehen. Allens filmisches Alter Ego, der am Nobelpreis gescheiterte Physiker Boris Yellnikoff, sitzt seine Tage in New Yorker Kneipen ab. Er tut dabei nichts lieber, als in Altherrenrunden über die verfehlte Spezies Mensch zu jammern oder in Schachstunden seine dummen Schüler zu beschimpfen. Eines Tages nistet sich allerdings die junge Ausreißerin Melody bei Boris ein – ein quietschfideles Mädel aus den Südstaaten in bonbonfarbenen Klamotten. Obwohl Melody ihm angeblich geistig vollkommen unterlegen ist und sowieso um Jahrzehnte zu jung, verlieben sich die beiden ineinander. Doch das ist erst der Anfang eines Liebesreigens, in dem Jung und Alt, Homo und Hetero, prüde Landeier und freizügige Großstädter zueinander finden.
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