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Ein junges Mädchen verschwindet. Was zurück bleibt, sind Fotos. Eines zeigt das Mädchen kurz vor seinem Verschwinden: ängstlich, verstört. Als ahne es bereits, dass bald etwas Schreckliches geschehen wird. Knapp vierzig Jahre später: Der Onkel des Mädchens, Henrik Vanger, ein millionenschwerer Unternehmer, hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass seine Nichte Harriet vielleicht doch noch am Leben sein könnte, und engagiert den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist, um in der Sache ein letztes Mal zu recherchieren und endgültig zu klären, was sich damals ereignet hat.
"Verblendung", Niels Arden Oplevs Verfilmung des ersten Teils der "Millennium"-Trilogie des 2004 verstorbenen schwedischen Bestsellerautors Stieg Larsson – zwei weitere Filme werden in Kürze folgen –, ist ein zweieinhalbstündiges Epos voller Gewalt und Grausamkeit. Immer tiefer wird Blomkvist in eine finstere Familiengeschichte hineingezogen, in der jeder jeden zu hintergehen scheint und in welcher der Journalist langsam, aber sicher den Überblick zu verlieren droht. Genau in diesem Moment erhält Blomkvist unerwartete Hilfe von der Hackerin Lisbeth Salander, die doch eigentlich darauf angesetzt war, ihn zu überwachen. Die beiden werden ein Team, ein höchst ungewöhnliches obendrein: auf der einen Seite der eher bodenständige Wirtschaftsjournalist, auf der anderen die zu exzessiven Gewaltausbrüchen neigende Borderline-Persönlichkeit.
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