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Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurden auch in Nordeuropa viele Grenzen neu gezogen. Das unter russischer Herrschaft stehende Finnland erlangte im Frühjahr 1918 seine Unabhängigkeit. Kurz danach brach ein Bürgerkrieg aus, in dem der konservative Norden gegen den revolutionären "roten" Süden kämpfte: Mit dabei waren auch Frauenbataillone. Einem solchen hat sich die junge Mutter Miina (Pihla Viitala) angeschlossen. Schlecht ausgerüstet kämpft ihr Bataillon gegen die immer näher rückende nördliche Übermacht und gerät schließlich in Gefangenschaft. Die Sieger lassen keine Gnade walten, sie demütigen und vergewaltigen die Frauen. Schließlich werden alle erschossen. Miina überlebt als Einzige das Massaker und wird vom jungen Soldaten Aaro (Samuli Vauramo) entdeckt. Der möchte sie vor ein ordentliches Gericht stellen lassen und bietet sich als Eskorte dorthin an. Auf der Überfahrt versucht sie zu fliehen, ihr Boot kentert. Beide können sich auf eine kleine Schäreninsel retten, wo sie sich näher kommen, als ihnen lieb ist. Denn nachdem sie die Insel verlassen können, verfolgt Aaro aus unerklärlichem Idealismus seinen Plan weiter. Er bringt Miina zum Richter Hallenberg (Eero Aho), einem einst erfolgreichen Dichter. Auf einem Gehöft in den Wäldern führt der ein rohes, manipulatives Regime, denn hinter seiner schöngeistigen Fassade verbirgt sich ein zynischer Menschenverächter. Er denkt gar nicht daran, Miina Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
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