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Flüchtlingsschicksale bewegen, auch wenn ihre Zahl den Blick auf Einzelschicksale schier verstellt. Letztes Jahr waren insgesamt 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, gewaltsamen Konflikten, Krieg und Menschenrechtsverletzungen, weiß das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR. Wie es Einzelnen auf der Flucht ergehen kann, darüber hat Arash T. Riahi, Österreicher mit iranischen Wurzeln, seinen ersten, inzwischen mit Preisen überhäuften Spielfilm gedreht.
"Ein Augenblick Freiheit" beginnt brutal: Drei Menschen werden exekutiert, wir sehen es zwar aus sicherer Entfernung, doch hart geht es weiter. Zwei Flüchtlingsgruppen aus dem Iran sind auf dem langen Weg nach Europa – mit gefälschten Papieren und Schleppern, denen nicht zu trauen ist. Zwei Freunde wollen zwei kleine Kinder zu ihren Eltern nach Wien bringen, ein Ehepaar flüchtet mit ihrem Söhnchen über die Berge. Stets die Angst im Nacken hasten sie durch die kalte, karge Landschaft, landen im Van eines Flüchtlingshelfers. Endlich erreichen sie Ankara. In einem schäbigen Hotel, spezialisiert auf Verzweifelte, treffen sie weitere Leidensgenossen: einen kurdischen Lebenskünstler und einen politischen Aktivisten. Ein Asylantrag bei der UN ist ihr nächstes Ziel, Sicherheit gibt es bis dahin nicht. Hinter jedem freundlichen Gesicht könnte sich ein iranischer Geheimpolizist verstecken, auch der türkischen Polizei ist nicht zu trauen, derweil geht das Geld aus, wachsen Ungeduld, Angst und Zweifel.
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