t

G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra

Bumm! Schepper! Zack!

Kinostart: 13.8.2009 | Ernst Kramer | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Image 22798

Image 22798

Das hätten sich die beiden Elitesoldaten Duke und Ripcord nicht träumen lassen: Nachdem sie fremden Angreifern, die sich unerlaubt hochgefährliche Sprengköpfe unter den Nagel reißen wollten, die Zähne gezeigt haben, werden sie in das geheime Spezialteam "G.I. Joe" aufgenommen. Hier bekommen ohnehin schon gute Soldaten aus aller Welt noch zusätzlich die besten Waffen und Ausrüstungsgegenstände verliehen. Und die brauchen sie auch – immerhin gilt es, den unberechenbaren Waffenproduzenten James McCullen und dessen genial-verrückten "Doctor" daran zu hindern, die Weltherrschaft zu erringen …

Der Film basiert auf einem Spielzeug: In den 1960ern kam "G.I. Joe" in den USA als Action-Figur auf den Markt. Gut zwanzig Jahre später erweiterte Hersteller Hasbro das Figurenkonzept und lancierte außerdem eine eigene Zeichentrickserie. Seitdem bezeichnet "G.I. Joe" eine politikferne, aber technikverliebte Elitetruppe beziehungsweise Figurenserie.

Regisseur dieses durch den Erfolg von "Transformers" möglich gewordenen Spielzeugfilmes ist Stephen Sommers, dessen Können bisher irgendwo zwischen den albernen, aber beseelten "Mumien"-Filmen und dem vollkommen wirren "Van Helsing" schwankte. "G.I. Joe" ist so ziemlich genau die Schnittmenge daraus: Auf der einen Seite wird viel Wert darauf gelegt, die Figuren mit kleinen Hintergrundgeschichten zu personalisieren und mit Humor die ganze Sache auch für Erwachsene erträglich zu machen. Andererseits bleiben sowohl die Dramatik der Geschichte als auch die Spezialeffekte sehr, sehr blass. Mit einer Ausnahme: In der Mitte des Films muss der Eiffelturm vor der Vernichtung bewahrt werden – ein schöner Anlass für eine atemberaubende Jagd durch Paris, bei der kein Stein auf dem anderen bleibt.

Man merkt, dass sich die stärksten Kräfte bei der Produktion des Films genau auf diese Sequenz konzentriert haben – ähnlich wie es bei Michael Bays "Pearl Harbor" (2001) mit der Gestaltung des ersten Angriffs der Japaner geschah. Danach flachen Geschehen und Effekte schnell wieder ab. In einer Zeit, in der selbst James Bond seine kindischen Gimmicks zur Seite legt, wirkt "G.I. Joe" wie ein Kampf auf dem verlorenen Posten einer bunten, lauten und leider nichtssagenden Kindheit.
Ernst Kramer

(G.I. Joe - Rise of Cobra) USA 2009, Regie: Stephen Sommers, Buch: Stuart Beattie, David Elliot, Paul Lovett, mit Dennis Quaid, Channing Tatum, Sienna Miller, Christopher Eccleston, Ray Park u. a., 107 min, Kinostart: 13. August 2009 bei Paramount

Foto: Verleih


www.gijoemovie.com
Website zum Film (englisch)
www.gijoemovie.com/intl/de
Website zum Film (deutsch)
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
Mehr Artikel zum Film


Kommentare

Dein Kommentar