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Eine halsstarrige Frau findet nach hitzigem Schlagabtausch endlich ihren "Meister" oder "Mister Right". So ist das eben in einer romantischen Komödie, und es scheint, als wäre Sandra Bullock auf diese Rollen geradezu abonniert. Natürlich kann sie mehr, aber für eine Frau jenseits der vierzig sind gerade diese Rollen rar gesät, und jede Schauspielerin gibt doch gerne mal eine richtige Zicke.
Im Fall von "Selbst ist die Braut" heißt sie Margaret Tate, ist Lektorin in einem großen Verlag, Workaholic und ein ziemlich gemeines Biest. Ihre Untergebenen nennen sie "Hexe". Besonders ihr Assistent Andrew (Ryan Reynolds) hat unter ihrem Diktat zu leiden, aber für seine Karriere ist er zu vielen Entbehrungen bereit. Unfehlbar ist Margarat dennoch nicht. Lästige Dinge wie die Verlängerung ihres Arbeitsvisums, das sie als Kanadierin braucht, werden verschlampt. Deswegen droht nun die Einwanderungsbehörde mit Ausweisung. Ihr Chef möchte, dass sie die Angelegenheit schnell regelt. Deswegen erklärt sie ihren verdutzten Assistenten kurzerhand zu ihrem Verlobten, hat da aber weder mit dessen ambitionierten Bedingungen noch mit dem Beamten der Einwanderungsbehörde gerechnet. Der wittert aus gutem Grund eine Scheinehe. Um ihn vom Gegenteil zu überzeugen, wird hastig ein Vorstellungswochenende bei Andrews Eltern in Alaska (!) arrangiert. Es kommt zur unvermeidlichen Konfrontation zwischen verschrobenen Provinzlern und Stadtzicke, die ohne ihre Rüstung aus Bleistiftrockkostüm und High Heels fast schon menschlich wirkt. Klar, dass die Herzenswärme der Gastgeber und die atemberaubende Natur ihre Wirkung tun werden.
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