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Die "Ice Age"-Helden sind ziemlich hart im Nehmen: erst Eiszeit, dann Tauwetter und nun im dritten Teil wieder Schnee und Kälte. Mammut Manni geht voll in Vatervorfreuden mit Gattin Ellie auf. Säbelzahntiger Diego ist im Ersatzfamilienverband ein wenig träge geworden und plant zur Wiederherstellung seines Egos einen erneuten Alleingang. Nur Faultier Sid fühlt sich angesichts Mannis Familienglücks allein gelassen. Als er in einer Eishöhle drei riesige Eier findet, adoptiert er sie kurzerhand. Dass aus ihnen seltsame Viecher mit riesigen Zähnen schlüpfen werden, die von seiner vegetarischen Ernährung nichts halten, kann er nicht ahnen. Die lieben Kleinen werden dann auch bald von ihrer Mutter, einer riesigen Dinodame, geholt. Sid nimmt sie auch gleich mit, was die im Grunde in Auflösung befindliche restliche Patchwork-Herde wieder zusammenbringt. Die Verfolgungsjagd führt in ein üppig wucherndes Saurierparadies tief unter der vereisten Erdoberfläche, das außer von Urviechern aller Couleur von dem irre redenden, einäugigen Wiesel Buck bewohnt wird, der ihnen bei der natürlich glücklichen Suche unter die Arme greift. Und Hörnchen Scrat? Der hat in Gestalt einer weiblichen Artgenossin andere Schwierigkeiten, als seiner Eichel hinterherzujagen.
Nach dem geruhsameren zweiten Teil der Eiszeitsaga jagt Regisseur Carlos Saldanha seine Protagonisten/innen dieses Mal wieder gehörig herum. Beinahe im Minutentakt stürzt jemand einen Hang hinunter, fliegt durch die Gegend oder rennt vor etwas weg, was womöglich von der sehr konventionell geratenen, dünnen (Familien-)Story ablenken soll, die es allen recht machen will. Selbst die Geschichte um Scrat, die bisher immer mit schrägen Einfällen wie dem Auslösen einer Kontinentalverschiebung in "
Ice Age 2" aufwartete, wird von dieser Harmoniesucht nicht verschont. Der anarchische Humor des ersten Teils blitzt leider nur noch manchmal auf. Stattdessen gibt es Reminiszenzen an Abenteuerblockbuster wie "
Indiana Jones", "
King Kong" und natürlich "Jurassic Parc". Und selbst die kann der Zuschauende vor lauter Action kaum genießen, was sehr schade ist. Beim farbenprächtigen unterweltlichen Urwaldpanorama haben die Zeichner/innen jedoch ganze Arbeit geleistet. In manchen Kinos kann man das auch in 3 D bewundern. Bedauerlicherweise ist das die einzig wirkliche Sensation des Films. Trotz dieser Schwächen ist er aber als leichte Familienunterhaltung an einem verregneten Sommernachmittag allemal gut.
Ingrid Beerbaum(Ice Age: Dawn of the Dinosaurs) Animationsfilm, USA 2009, Regie: Carlos Saldanha, Buch: Michel Berg, Peter Ackerman, Mike Reiss, Yoni Brenner, 94 min, Kinostart: 1. Juli 2009 bei 20th Century Fox
Foto: Verleih
www.iceagemovie.comWebsite zum Film (englisch)
www.iceage3-derfilm.deWebsite zum Film (deutsch)
www.imdb.deInfos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.deMehr Artikel zum Film
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