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Es ist nicht einfach, das Erbe von Terminator-Filmen
anzutreten. Das zeigte sich deutlich bei "Terminator 3: Rebellion der
Maschinen", dessen ehrenwerter Versuch gegenüber seinen zwei Vorgängern leider kaum
im Gedächtnis bleiben konnte.
Mit neuem Regisseur (McG) und neuen Darstellern/innen geht
jetzt der vierte Teil an den Start. Die Handlung spielt nun nach der Machtübernahme der Roboter auf der Erde und man begleitet John Connor
(Christian Bale), den prophezeiten Retter der Menschheit, bei seinem Kampf
gegen alles, was als Innenleben nur Schaltkreise vorzuweisen hat. Dazu findet sich plötzlich der ehemalige Todesstrafenkandidat Marcus (Sam Worthington) als Kämpfer für das Gute und Beschützer von Kyle Reese, Johns Vater, wieder. Doch die Maschinen haben einen perfiden Plan.
Der vierte "Terminator" klaut sich einen ordentlichen Teil
bei "Krieg der Welten", "Mad Max" und "Robocop" (1987) zusammen, setzt allerdings bezüglich
der Action – mal wieder – neue Maßstäbe. Das heißt nicht nur größere Explosionen,
sondern auch eine beeindruckende Ästhetik, die schon beinahe etwas Erhabenes, künstlerisch
Wertvolles an sich hat. Dies gilt besonders für die ersten Handlungsorte, deren karges
Wüstenareal den perfekten Hintergrund bildet für das episch ausufernde Gemenge
zwischen unaufhaltsamen Robotern und ihren verzweifelten menschlichen Gegnern/innen.
Später gibt es dann zwar ein eher konventionelles Finale im üblichen Fabrik-Setting, aber bis dahin haben auch die Darsteller/innen
den positiven Eindruck des Films verstärkt. Besonders der actionerfahrene Christian Bale ("The Dark Knight") und Newcomer Sam Worthington machen eine gute Figur, indem sie der zum Lachhaften
neigenden Tragik der Geschichte eine hübsch knochentrockene Anspannung entgegensetzen. Gottlob bleiben beide den längsten Teil des Films am Leben,
weil die Software ihrer Maschinen-Gegner offenbar doch einen Sinn für Fairness
hat: Immer wenn ein unzerstörbarer Terminator oder artverwandte
Tötungsmaschinen in Greifweite sind, werfen sie den Feind zunächst einmal recht
zart in eine Ecke, anstatt ihm sofort den Hals umzudrehen. Aber das ist ja im Sinne einer Dramaturgie
gar nicht schlecht.
Für den großen Wurf in Richtung Erneuerung beziehungsweise Genre-Flaggschiff
reicht es trotzdem nicht ganz, dafür ist die Konkurrenz und das offenbare
Diktum, vor allem gegen Ende die mittlerweile etwas ausgenudelten Terminator-typischen
Elemente zitieren zu müssen, zu groß.
Ernst Kramer
(Terminator Salvation: The Future Begins) USA, Deutschland, Großbritannien 2009, Regie: McG, Buch: John D. Brancato, Michael Ferris, mit Christian Bale, Sam Worthington, Anton Yelchin, Moon Bloodgood, Bryce Dallas Howard u.a., ab 16, 115 min, Kinostart: 4. Juni 2009 bei Sony Pictures
Website zum Film (englisch)
Website zum Film (deutsch)
Infos zum Film in der Internet Movie Database
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