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Alle Eckpunkte dieser Geschichte lassen einen vor Lust seufzen: In den 1960ern kreist ein Schiff vor der Küste Englands, um den schlimm-spießigen BBC-Radioäther durch einen wilden, sexy und total verbotenen Piratensender aufzuhellen. Millionen von Briten und Britinnen hören den Verrückten vom Schiff zu: einer Horde männlicher Musiknerds unter der Führung eines distinguiert kiffenden Aussteiger-Kapitäns. Gespielt werden sie von hervorragenden britischen und amerikanischen Charakternasen wie Bill Nighy, Rhys Ifans, Philipp Seymour Hofmann. Als fieser Regierungsgegenspieler, der den Krawallseeräubern um jeden Preis die Kabel kappen will, darf Kenneth Brannagh seine Monty-Python-Seite ausspielen.
Doch nach einer Stunde wunderbarer Gags, die sich um die lockere Drumherum-Story winden (junger Neuling kommt an Bord und lernt nach und nach die DJ-Charaktere kennen, verliebt sich erstmals und mutmaßt schließlich seine Mutter als Ex-Swinging-Chick), geht dem Film die Puste aus. Und das in einem Maße, dass man während der zweiten, ermüdenden 60 Minuten angesichts zunehmend flacher, sexistischer und dämlicher werdender Witze immer öfter auf die Uhr als auf die Kinoleinwand schaut. Zum Schluss sind die Witze schließlich auf Pipi-Kacka-Niveau gefallen und der überflüssige, vorhersehbare Showdown bereitet dem Ganzen endlich ein Ende. Verdammt schade, aber Treffer versenkt.
Jenni Zylka
(The Boat that Rocked) Großbritannien 2009, Buch & Regie: Richard Curtis, mit Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy, Rhys Ifans, Kenneth Branagh, Nick Frost, Gemma Arterton u.a., 135 min, Kinostart. 16. April 2009 bei Universal
Foto: Verleih
www.theboatthatrocked.comWebsite zum Film (englisch)
www.RadioRockRevolution.deWebsite zum Film (deutsch)
www.imdb.deInfos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.deMehr Artikel zum Film
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