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Der nunmehr vierte Kinofilm des südkoreanischen Filmemachers Lee Chang-dong handelt von einer jungen Frau, die sich nach einer furchtbaren Tragödie in die Religion flüchtet, jedoch bald feststellen muss, dass ihr Glaube nicht stark genug ist. Es ist die Geschichte eines Menschen, der sich nach Erlösung sehnt. Die Geschichte eines Scheiterns.
Die Klavierlehrerin Shin-ae kommt mit ihrem Sohn Jun aus der südkoreanischen Metropole Seoul in die Provinzstadt Miryang, um nach dem Tod ihres Mannes ein neues Leben zu beginnen. Anfangs scheint alles gut zu gehen, die beiden leben sich ein, finden ein soziales Umfeld. Doch plötzlich geschieht etwas Furchtbares: Jun wird entführt und kurz darauf ermordet und Shin-ae versinkt in tiefster Depression. Der einzige Mensch, der sich um sie bemüht, ist der Junggeselle Jong-chan, wobei unklar ist, ob er dies aus egoistischen Motiven tut oder ob er tatsächlich zu selbstloser Liebe Shin-ae gegenüber fähig ist.
An der Schwelle zum Wahnsinn stehend, ergreift Shin-ae den christlichen Glauben wie eine Ertrinkende den Strohhalm. Fortan besucht sie Gottesdienste und predigt Nächstenliebe, doch eine Konfrontation mit dem Mörder ihres Sohnes offenbart ihr schließlich, dass sie zu wahrer Vergebung nicht fähig ist.
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