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Nachdem Vin Diesel in den beiden Fortsetzungen des Erfolgs-Blockbusters "The Fast and the Furious" nicht mit von der Partie war, gibt er im vierten Teil, der schlicht "Fast & Furious" heißt, wieder den muskulös-lässigen Titelhelden. Dementsprechend knüpft auch die Handlung des vierten Teils wieder an das Original an, während die beiden vorangegangen Filme lediglich die bewährten Zutaten der Serie aufgegriffen haben: getunte Autos und sexy Frauen. Für die Regie zeichnet erneut Justin Lin verantwortlich, der schon den dritten Teil – "Tokyo Drift" – inszenierte und zumindest kommerziellen Erfolg verbuchen konnte.
Als die Geliebte von Dom Toretto (Vin Diesel) ermordet wird, stellt dieser auf eigene Faust Nachforschungen an. Mit roher Gewalt, Unterhemd und der entsprechenden Kenntnis der Gangster-Szene gelangt er schnell an Informationen. Bei den Ermittlungen läuft ihm sein alter Bekannter, der FBI-Agent Brian O'Conner, über den Weg. Um an den Mörder heranzukommen, schleusen sich beide in ein illegales Straßenrennen ein. Mit aufgemotzten Rennboliden inklusive Nitroglyzerin-Turbo-Antrieb, markigen Sprüchen und der entsprechenden Portion Coolness prügeln, schießen und rasen sie durch den restlichen Film.
So schnell wie die Autos schreitet auch die Story des Films voran. Rasante, zuweilen arg unübersichtliche Schnitte dynamisieren die Actionszenen. Dabei werden immer wieder äußerst gewagte, überdrehte Manöver inszeniert, die auf Sensationen und Schauwerte abzielen. So kommt "Fast & Furios" wie ein Hybrid aus der beliebten Videospiel-Serie "Need for Speed" und zeitgenössischen HipHop-Videos daher: Rasante Tuning-Cars treffen auf wohlgeformte Frauenhintern, die zu lässigen Beats swingen – wobei mit diesen beiden Hauptzutaten absolut nicht gegeizt wird.
Es ist leicht zu erahnen, dass der Unterhaltungswert von "Fast & Furious" abseits der Actionszenen stark abfällt. Lediglich das Charisma von Vin Diesel, der seine Rolle mit einer gewissen Wucht zu füllen vermag, trägt den Film abseits der Piste. Für Auto-Freaks kommt "Fast & Furious" einer Modenschau gleich und dürfte einen gewissen Spaßfaktor mitbringen. Wer das hingegen langweilig findet, kann auf den Film gut verzichten. Was bleibt, sind Vin Diesel und die Frauenhintern ...
Christian Horn
(Fast & Furious) USA 2009, Regie: Justin Lin, Buch: Chris Morgan, mit Vin Diesel, Paul Walker, Michelle Rodriguez, Jordana Brewster, John Ortiz u.a., 107 min, Kinostart: 2. April 2009 bei Universal
Foto: Verleih
www.fastandfuriousmovie.netWebsite zum Film (englisch)
www.fastandfurious.deWebsite zum Film (deutsch)
www.imdb.deInfos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.deMehr Artikel zum Film
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