Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Adrenalin für die ganze Familie

Kinostart: 5.3.2009 | Tina Hedwig Kaiser | Kommentar schreiben | Artikel drucken
Der amerikanische College-Professor Trevor Anderson (Brendan Fraser) hat eigentlich gerade genug Probleme: Sein Forschungsinstitut soll geschlossen werden und sein junger Neffe Sean kommt für die Schulferien zu Besuch ins völlig chaotische Junggesellenheim. Nun ja, in der Wissenschaft beschäftigt sich Trevor derweil mit tektonischen Verschiebungen von Kontinentalplatten sowie mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen und anderen meteorologischen Phänomenen. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Zusammen mit seinem Bruder Max stand Trevor noch vor Jahren bei gemeinsamen geologischen Forschungen kurz vor dem Durchbruch, doch dann verschwand Max spurlos. Einziges wichtiges Überbleibsel, das er plötzlich mit seinem Neffen Sean findet, sind Max' handschriftliche Randnotizen in einem alten Jules-Verne-Band, der "Reise zum Mittelpunkt der Erde". Gerade eben hatte Trevor noch Sean erklärt, wie ein Jojo funktioniert und dass es in fernen Zeiten auch als Fangwaffe benutzt wurde. Sie wissen da noch nicht, wie schnell sie ein solches Jojo mehr als nötig haben werden.
Inspiriert von den gefundenen Notizen machen sich die beiden auf die Suche nach einem isländischen Vulkankrater, um hier alte Messdaten einzusehen. Eine junge Bergführerin, deren Vater ebenfalls "Vernianer" war, begleitet sie dabei. Der Begriff "Vernianer" meint dabei all jene, die Schriften von Jules Verne als Tatsachenberichte verstehen. Dass dies im Film seine Richtigkeit haben wird, liegt nahe. Es kommt, wie es kommen muss, und alle drei landen nach Blitz und Sturm in einem verschütteten Höhleneingang. Sie können nur mehr hinausgelangen, indem sie hineingehen: immer tiefer und tiefer ins Innere der Erde.

Der Film nimmt die Verne'schen Stationen mehr als wörtlich und setzt auf großes Popcorn-Kino in einem neuen digitalen 3D-Format. Wer also einen Film sehen will, der die Lust an Geschwindigkeit und haptischem Empfinden in bewegten Bildern nachvollziehen lässt, ist hier bestens aufgehoben. Und natürlich Verne-Fans: Es gibt unterirdische Meere, Leuchtvögel, schwebendes Magnetgestein, Lava-Explosionen, Pilzhäuser, Riesenechsen und rasante Fahrten. Jahrmarkt trifft Bewegung – und das mehr als ordentlich.
Tina Hedwig Kaiser

(Journey to the Center of the Earth) USA 2008, Regie: Eric Brevig, Buch: Michael Weiss, Jennifer Flackett, Mark Levin nach dem gleichnamigen Roman von Jules Verne, mit Brendan Fraser, Josh Hutcherson, Anita Briem, Seth Meyers, Jean-Michel Paré, 92 min, Kinostart: 5. März 2009 bei Warner Bros.

Foto: Verleih


wwws.warnerbros.de/journeytothecenteroftheearth
Website zum Film (deutsch)
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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